18.1.09

Perverse Italiener


Also das kann auch nur Italienern einfallen! Aber der Reihe nach: Zunächst wollte ich nur einen kleinen Geschenkgutschein aus einer Parfümerie besorgen. Da war ja auch so eine an der Ecke bei uns im Ort. Ich war da noch nie drin, aber kurz bevor ich über die Schwelle trat, dachte ich noch so bei mir: 'Die fragen dich bestimmt, welchen Duft du zu Hause hast', sozusagen als "Clubausweis" für den Nicht-natur-stinker. Glücklicherweise hatte mich die beste Ehefrau der Welt zu Weihnachten mit einem Duft beglückt. Schnell noch den Namen memoriert und rein. Drinnen, oh Wunder, ein Mann hinter dem Tresen und ihm zur Seite steht Dita von Teese. Und das in unserer Stadt, wer hätte das gedacht. Und nachdem ich meine Bestellung (Geschenkgutschein) losgeworden bin fragt er doch glatt "Was tragen Sie denn im Moment?". Mein vorbereitetes Gehirn entschlüsselte diesen Satz als Frage nach einem Kosmetikprodukt und ich antwortete (völlig lässig natürlich): "Den neuen von Boss, 'XY'". Daraufhin hat er mir zwei Proben eingepackt, und was lese ich auf der einen: "Infusion d'homme" (hab ich gleich gescannt). Und natürlich gibt's da auch 'ne Website für (wo kämen wir denn sonst hin). Ist zwar französisch, kann aber von mir als ungebildetem Durchschnittsbürger nur zu leicht falsch interpretiert werden. Infusionen kennt man ja aus den Arztserien und homme=Mann. Also eine Einspritzung einer männlichen Flüssigkeit. Pfui Teufel! Ich sag's ja: Diese Italiener... Ob die sich damit so einen Gefallen getan haben? So doof wie ich sind ja viele. Aber vielleicht bin ich ja auch nicht die Zielgruppe. Männer, die sich bei einem Besuch in der Parfümerie vor der Tür erst mal minutenlang an das einzige verstaubte Parfüm ganz hinten in ihrem Badezimmerschrank erinnern müssen, stehen wahrscheinlich nicht so weit oben auf der Liste.

23.12.08

Bin ich ein schlechter Nerd?


Da sitze ich jetzt auf der Couch bei meinen Schwiegereltern und habe seit zwei Stunden dieses Notebook auf dem Schoß auf dem ein (mangels Laufwerk) via Netzwerk-Boot installiertes Ubuntu System läuft. Seitlich im Notebook steckt mein Dorn im Fleisch, eine Sitecom PCMCIA WLAN-Karte mit einem Ralink 2500 Chipsatz (als Linux Nutzer muss man sowas wissen) und lässt sich partout nicht mit dem hiesigen WLAN Access Point verbinden. In vier Tagen will ich auf dem 25C3 (Chaos Communication Congress) sein, und da kann ich mir sowas doch nicht bieten lassen! 10 Minuten und zwei weitere heruntergeladene Tools später und nach mehreren Anläufen mit einem selbstgeschriebenen Skript läuft es auf einmal. Statt jetzt "Heureka" zu rufen und der verdutzten, aus dem Halbschlaf gerissenen Verwandtschaft mit selbstgefälligem Lächeln meinen Erfolg als Ergebnis einer übermenschlichen Intelligenz und geistigen Anstrengung zu präsentieren wurmt mich nur ein Gedanke: Ich habe keine Ahnung, warum es jetzt klappt. Was sollen dazu nur meine Fellow-Nerds sagen?

19.10.08

Es war einmal vor 30 Jahren

Da ist man jetzt fast 40 Jahre alt und wird trotzdem von seinen Eltern "gezwungen" eine Kiste mit alten Büchern und Unterlagen im Keller des Elternhauses durchzuflöhen. Naja, neben der erst kürzlich vermissten "Tim und Struppi"-Sammlung tauchte auch ein Heft "Informationen zur politischen Bildung" vom 1. Quartal 1988 auf. Titel: "Neue Technologien".
Online gibt es diese alten Ausgaben natürlich nicht mehr, und selbstredend ist jede einzelne Technologie aus diesem Heft mittlerweile so überholt, dass sich nur noch wenige Menschen meines Jahrgangs überhaupt noch daran erinnern. 30 Jahre in Technologie/Internet ist ja ungefähr so viel wie 120 Jahre in allem anderen. Mal abgesehen von den lustigen Bildern von Büros an denen Leute vor Schreibterminals sitzen, die ihren gesamten Schreibtisch bedecken, fand sich dort auch dieses lustige Foto vom "Telearbeitsplatz". Sehr cool und unbedingt Wert, aufgehoben zu werden. Der geradezu avantgardistische Fortschritt zeigt sich in dem Foto daran, dass die Dame einen der ersten Apple MacIntosh verwendet um ihre Kochutensilien darauf abzustellen (ganz abgesehen davon, dass kein Betriebsrat in Deutschland diese Arbeitsumgebung durchgehen lassen würde).

11.10.08

Halbgott in Grün


Puah, ich bin noch ganz zitterig. Habe ich doch eben in einer halbstündigen Aktion zu vorgerückter Stunde noch eine "Gehirntransplantation" bei meinem Mac Mini vorgenommen. Anleitungen gibt es dafür ja genug, sogar bebildert. Tut meinem Kleinen auch ganz gut. Von 40 auf 250 GB und von 4200 auf 5200 U/min. Endlich wieder Platz zum Durchatmen auf der Kiste. Könnte mir auch gefallen.
Überhaupt bin ich gerade wieder voll auf Mac OS X Geschmack. Habe ich doch gerade entdeckt, dass es mit den Mac OS X DVDs eine komplette Entwicklungsumgebung (XCode) gratis dazu gibt. Und schwupps schon mein erstes "Hello world!" geschrieben. War zwar nur ein Temperaturkonverter, aber das ging doch so fix (mit Tutorial), dass ich glatt Geschmack dran finden könnte.

12.8.08

Neues aus der Straße des schwarzen Staatsoberhaupts

Also mein Nachbar ist so ein Typ für sich. Hat einen "Stammplatz" auf der Straße. Funktioniert wie ein Uhrwerk. Ist schon Sport bei den anderen Nachbarn. Fährt er mal weg, stellt sich jemand anders drauf. Er kommt zurück, muss leider woanders parken, steigt kopfschüttelnd aus und geht in sein Haus. Kaum ist sein "Stammplatz" wieder frei, muss ich mich schon sputen (falls ich es mitbekomme), damit ich das Schauspiel nicht verpasse. Er flitzt raus und parkt um, präzise, auf den Punkt und wenn es nur ein halber Meter zu fahren ist. Ganz egal, Ordnung muss sein.
Er ist ja noch harmlos. Mit den Parkplätzen ist das nämlich so eine Sache hier in der Straße. Weiter oben verteidigt jemand ein Fleckchen mit rabiateren Mitteln. Jeder der dort "unbefugt" parkt hat auf die Dauer mit zerstochenen Reifen zu rechnen. Aber immer nur mit einem, sonst könnte er ja gar nicht mit dem Ersatzreifen wegfahren. Anonyme Briefe gibt es auch immer mal. Da steht dann drunter "Auf gute Nachbarschaft !!!!!!!!!!" (ja, mit genau so vielen Ausrufezeichen). Damit die Nachbarschaft auch besser werde. Ob der Briefeschreiber wohl weiß, dass die Farbdrucker schwer sichtbare Punktmuster aufdrucken mit denen man den Drucker identifizieren kann?

20.7.08

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Da fahre ich doch heute durch den Stadtrand von Königstein (ist das überhaupt eine Stadt?), noch beschwingt von der tollen Party am Vorabend und komme zunächst an der "Migräne-Klinik" vorbei und zweihundert Meter weiter am "Siegfried Vögele Institut". Es stellte sich bei mir eine Art spontaner Assoziation ein, infolge derer ich mich fragte, wie wohl die Kundenströme zwischen diesen beiden Einrichtungen aussehen mögen?

27.4.08

Erstaunliches aus dem Badezimmer

Und wieder so ein Gesicht im Alltag. Wenn man nur gut genug hinschaut, dann erkennt man eine Menge Gesichter. Diese erstaunt schauende Einhebelmischbatterie ist wahrscheinlich verblüfft über die Länge ihrer Nase oder ein wenig überrascht davon, dass ihr jemand dran gefasst hat.

21.3.08

Kunstprojekt

Ich hatte gerade eine skurrile Idee für ein Kunstprojekt. Das Thema: Kinder nutzen, um Energie zu erzeugen. Ich möchte gerne ein Spielgerät bauen, mit dem Kinder Spaß haben und gleichzeitig Energie erzeugen. Da gäbe es Wippen, Drehtüren, Rolltreppen und Zugbrücken, die alle in Bewegung gesetzt werden müssten, damit die Kinder auf dem Gerät herumtollen können. Daran hängen dann über ein Getriebe Generatoren. Ich stelle mir vor, wie eine große Digitalanzeige die momentan erzeugte Leistung anzeigt. Wie die Eltern leicht pikiert gucken, dass man ihre Kinder zur Energieerzeugung nutzt. Wie die ersten entrüstet sagen: "Das kann man doch nicht machen"
Man könnte auch einen großen durchsichtigen Wassertank in die Mitte des Geräts stellen, an dem Markierungen die momentan vorhandene potentielle Energie kennzeichnen. Die verschiedenen Spielgeräte würden dann alle Wasser in diesen Tank pumpen. Der Affront wäre dann noch größer, wenn man den Eltern beim Verlassen des Spielplatzes ein paar Cent für die von ihren Kindern erzeugt Energie geben würde. Ich stelle mir etwa folgenden Dialog zwischen mir und Frau Schrader-Sagebiel (42, Pädagogin, alleinerziehend) vor:
Schrader-Sagebiel: "Ach, schauen Sie nur, mein kleiner Finn Joel. Was hat er nur für eine Energie!"
Ich: "Naja, ich würde sagen, die 25 Wattsekunden, die er in der letzten halben Stunde hier abgeliefert hat, sind eher mittelmäßig."
(Nachdem ich mir den Namen ausgedacht hatte, habe ich ihn gegooglet und es gibt tatsächlich jemanden, der sein Kind so genannt hat :-))))))). Und das Abgefahrenste: Er hat noch einen Bruder, der heißt Leon Joshua :-))))

Haptische Männer

Wenn es noch eines Beweises bedürfte, dass Männer haptische Wesen sind, so ist es dieser hier: Männer streicheln Autos!
Darauf gebracht hat mich natürlich die Beste Ehefrau von allen: "Hast Du schon mal eine Frau gesehen, die mit der Hand über das Armaturenbrett eines Autos streicht und Dinge sagt wie 'Tolle Verarbeitung'?"
Vor meinem geistigen Auge versuchte ich die Größe der Gesichtsschwellung abzuschätzen, die ich davon tragen würde, wenn ich das bei der Besten Ehefrau versuchte.

13.1.08

Der Lauscher an der Wand im 21. Jahrhundert

Ich besitze einen Funkkopfhörer. Normalerweise braucht man außer dem Kopfhörer dazu so eine Sendestation und die ist an etwas angeschlossen, dass diese Station mit sendbarer Musik versorgt. Zu leise darf es nicht sein, sonst entscheidet die Sendestation schon mal, dass jetzt zu lange nichts mehr lief und schaltet einfach ab (sehr ärgerlich bei einigen klassischen Konzerten, wenn ich dann nicht sowieso schon sanft eingeschlafen war).
Seit kurzer Zeit brauche ich nur noch den Kopfhörer, denn irgendeiner meiner Nachbarn hat sich auch so ein System besorgt und das Ding funkt gnadenlos in die ganze Welt. Für mich ist daraus ein sehr spannender Zeitvertreib geworden, denn hier wird akustische Detektivarbeit verlangt.
Ich setze den Kopfhörer auf, schalte ein und lausche. Dann versuche ich zu ergründen, was das wohl ist, was dort in meine Gehörgänge wellt. Letztes Wochenende durfte ich ein Album der Dire Straits genießen und soeben die letzten Minuten eines Filmes (es ging um Pferderennen und die Pferde waren der Sprache mächtig). Ich weiß also zunächst nicht genau, was da gespielt wird und zweitens bin ich noch nicht dahinter gekommen, welcher meiner Nachbarn das wohl ist.
Ich denke, im Laufe der Zeit werden sich die akustischen Mosaiksteinchen zusammenfügen und dann weiß ich, wem ich heimlich lauschen durfte.
Das andere Problem, das ich jetzt habe ist, dass ich jetzt davon ausgehen muss, dass er mich auch (ab)hört und da werde ich jetzt wohl aufpassen, meine akustische Identität so weit als möglich zu verwischen. Vielleicht sollte ich tagsüber Bibel-TV funken lassen und damit auch gleich einem Thema ("Was kann ich für Bibel-TV tun?") auf der Website dieses hochgeschätzten Formats genüge tun?

29.12.07

Freakig, oder?

Ich habe für meinen Vater einen neuen Rechner zusammen gebastelt. Nun ja, eigentlich nur das Innenleben, weil ich keine Komponenten unnötig auf den Müll geben wollte (Elektronikschrott ist schließlich Sondermüll). Jedenfalls hatte ich nun ein Mainboard mit einem Intel Dual Core unter den Händen und da konnte ich einfach nicht anders, ich musste mal testen, wie das Ding performt. Schnell ein Linux draufgespielt (ca. 40 Minuten) und dann ein kleines C-Programm für die Suche nach perfekten Zahlen geschrieben. Perfekte Zahlen sind die Summe ihrer ganzzahligen Teiler, z. B. die '6' lässt sich durch 1, 2 und 3 teilen und die ergeben in Summe wiederum die '6'. Die Frage bei solchen Suchen ist ja immer: "Gibt es noch eine Größere?"
Für einen Rechner erzeugt so ein Programm eine reine Prozessorlast, d. h. keine Festplattenzugriffe etc. Ich startete also und erwartete, dass ein Kern jetzt 100% Last bekäme, aber Pustekuchen. Beide Kerne bekamen im Schnitt 50% und es sah so aus, als ob die Last einfach nur schnell hin und her geswitcht wurde. Dann habe ich das Programm umgeschrieben, so dass eine Version nach gerade und eine nach ungeraden perfekten Zahlen sucht und es einfach zwei Mal gestartet. Jetzt waren beide Kerne bei 100% Auslastung und nach ca. einer Stunde bekam ich auch die fünfte perfekte Zahl angezeigt.
Und das fand ich toll...
Ist doch wohl echt freakig, oder?

20.12.07

Ich bin in New York und schreibe dies auf meinem neuen iPod touch. Ein geniales Gerät!

28.8.07

Ironie oder Tragödie?

Da schau ich heute in die Tageszeitung. Schrecklich, diese Katastrophe in Griechenland. Ein "offizielles" dpa-Foto zeigt einen armen Griechen in bernsteinfarbener Aschekulisse.
Die Bildunterschrift lautet: "Ein verzweifelter Mann in Platanos [...] flüchtet vor den Flammen." Sieht auch authentisch aus, "arme Sau" denke ich noch so. Doch dann schaue ich nochmal genau hin und entdecke etwas Merkwürdiges (siehe Ausschnittvergrößerung). Da hat der Kerl doch eine brennende Zigarrette in der Hand. Egal aus welchem Grund die da ist, dieses Detail macht das ganze Foto für mich unglaubwürdig. Wer flüchtet denn vor Flammen und steckt sich erst nochmal eine an?

24.8.07

Evil Cake Face

Uaaaaah! Da lief es mir aber kalt den Rücken herunter. Ich habe einen Käsekuchen gebacken, und als ich ihn aus dem Ofen holte, starrte er mich echt böse an.
Dabei hatte ich gar nichts verbrochen. Er war nur etwas lange drin gewesen (kann man an den Kanten vielleicht noch erkennen), und das hat ihn anscheinend böse gemacht. Er hat aber trotzdem sehr gut geschmeckt, scheint also nicht nachtragend gewesen zu sein. Ich hatte kurz mit dem Gedanken gespielt ihn bei eBay zu verhökern, wie das schon andere vor mir gemacht haben. Tja und wenn man so dabei ist, dann begegnet einem das Antlitz Jesus' oder verschiedener Könige (z. B. Elvis) auf noch ganz anderen Unterlagen.

15.8.07

Zierde der Wohnzimmerwand

Weit verbreitet in meiner Verwandschaft ist ja inzwischen die Vogelstimmen-Wanduhr. Auch bei uns hängt so ein Exemplar an der Wand. Die Kinder sind ganz begeistert: "Um acht Uhr schreit die Amsel!" und auch sonst scheinen Vogelnamen viel leichter zu lernen als dröge Zahlen. Inzwischen gibt es auch Versionen mit Tierstimmen. Doch hier scheint der Hang zur Billigware durchzuschlagen. Die Tierstimmen hören sich samt und sonders ähnlich an, und da wird leicht das Hausschwein mit der Katze verwechselt.

Ich hätte weitere Vorschläge für diese Art Zeitmesser. Hardcore Versionen mit den besten "Screaming Beauties" (Jamie Lee Curtis, Fay Wray etc.), den aktivsten Vulkanen oder den nervigsten Lachern wären bestimmt auch ein toller Erfolg (besonders zur Nachtzeit). Die Krönung ist dabei die "Erdbeben Wanduhr". Zu dieser gehört allerdings die Installation eines fünf Tonnen schweren Excenter-Gewichts im Fundament des Hauses, um der gesamten Bewohnerschaft zu signalisieren, was die Uhr geschlagen respektive gebebt hat.

28.6.07

Noch eine Gesichtung

Und hier wieder was für die Dinge mit Gesichtern. Bei mir um die Ecke stehen zwei Traktoren, uralt, aber noch in Betrieb. Und da haben doch garantiert die Macher von "Robots" abgeguckt.

Treckergesicht Der hier guckt doch richtig verdutzt aus der Wäsche, als ob er erstaunt ist, dass ihm jemand so ein blödes Schild mitten ins Gesicht genagelt hat.


Treckergesicht Und dieser hier trägt so eine Architekten-Designer-Brille. Man beachte auch den Ring durch die Nase mit der Kette dran. Sowas war doch mal bei DS9 total angesagt.

Von Angesicht zu Angesicht

Habt Ihr auch schon manchmal gedacht "Das Ding da sieht ja aus wie ein Gesicht"? Es muss ja nicht gleich ein so berühmtes Beispiel wie das Mars Face sein. Manchmal sind es ja ganz alltägliche Dinge, die uns auf der Straße begegnen. Meine Frau sagt immer, dass die Autos Gesichter haben und das nicht nur im Film "Cars". Ich glaube, viele Designer machen das ganz absichtlich und hier habe ich ein ganz interessantes Beispiel. Es ist ein Kinder-Kassettenrekorder, der auf den ersten Blick ganz normal aussieht. Erst wenn man ihn von der Rückseite und auf dem Kopf stehend betrachtet, wird ganz offensichtlich ein lachendes Gesicht erkennbar.

3.5.07

Der Freud ist kein Ende...

Da stehe ich im Badezimmer eines Freundes und auf der Fensterbank liegt eine Schachtel mit der Aufschrift "Mundharnmonika. Ich bin mir total sicher, denke an eine koreanische Fälschung einer original Hohner ("Kann doch nicht sein, wer würde sich sowas andrehen lassen"). Beim zweiten Hinsehen entpuppt sich die Beobachtung aber als klassische Freudsche Fehlleistung, die mit dem Grund meines Besuchs im Badezimmer zusammenhängt. Das hätte mich schon misstrauisch machen müssen. Heute morgen beim Zähneputzen dann der nächste Schreck über Freud. Auf der Zahnpastatube ist eine rote Banderole auf der steht "Karriereschutz". Wie? Sind meine Zähne damit so einwandfrei weiß, dass den Chefs die Abmahnung im Halse stecken bleibt, wenn ich sie anlächle? Ein zweiter Blick entpuppt auch das als Falschlesung. "Kariesschutz" steht drauf und lässt mich zurück mit einer bohrenden Frage im Kopf: Ist da was, was ich mich selbst nicht wissen lassen möchte? Nun ja, warten wir ab, was als nächstes passiert. Einmal ist Zufall, zweimal ist Pech, dreimal hat System.

25.1.07

Fondue, die Zweite

Ich habe mir das Beispiel mit dem Fondue zum Jahreswechsel nochmal durch den Kopf gehen lassen und in eine einfache mathematische Formel gebracht. Die Grundüberlegung ist dabei die, dass im eingeschwungenen Zustand die Flamme des Spirituskochers die in das Fett getauchten Fleischstücke so schnell garen muss, dass die Teilnehmer während der Garzeit nicht mehr Energie umsetzen, als die Fleischstücke an Brennwert besitzen.
Die Leistung eines menschlichen Körpers


...liegt ausgehend von einem Tagesenergieumsatz von ca. 9600 Joule bei etwa 100 Watt.

Der Energiegehalt eines Fleischstücks beim Fondue (10g) liegt bei


Das bedeutet, ein Mensch muss pro Tag ca. 200 Fleischstückchen essen, damit er seinen Energieumsatz ausgleicht. Das wiederum bedeutet, dass er alle 7 Minuten ein Fleischstückchen essen muss. Wenn also die Garzeit eines Fleischstückchens eines einzigen Teilnehmers an einem Fondue 3 Minuten dauert und wir einen linearen Anstieg der Garzeit mit zunehmender Teilnehmerzahl um - sagen wir - 30 Sekunden pro Gast annehmen, dann beträgt die maximale Anzahl der Gäste bei der eine ausreichende Ernährung noch gewährleistet ist


Fazit: Wenn Sie Silvester trotz Fondueessens noch abnehmen wollen, dann laden Sie einfach mehr als 9 Gäste ein.
(nicht berücksichtigt wurde bei dieser Berechnung natürlich die anderweitige Energiezufuhr durch Alkohol, Salatsaucen und anderen Knabberkram)

21.1.07

Neues Jahr neues Glück

Warum ich so lange nichts von mir lesen lassen habe? Naja, nicht nur der Jahreswechsel hat mich auf Trab gehalten, sondern auch der Endspurt im neuen Haus, der Umzug und nicht zuletzt die Tatsache, dass ich am 2.1.2007 einen neuen Job angefangen habe. Ich bin jetzt bei der Lufthansa Systems Aeronautics beschäftigt und meine ersten drei Wochen dort hatten es wirklich in sich. Der Laden brummt wie ein Bienenkorb, und ich denke meine Haupttätigkeit wird - genau wie die eines erfolgreichen Projektmanagers - darin bestehen, Anforderungen zu minimieren und Termine zu maximieren. Als Teamleiter R&D steht man immer im Zentrum der Begehrlichkeiten von Projekten, Marketing, Helpdesk, Consultants, Releasemanagern und Markt. Die halbe Arbeitszeit besteht darin, geschickt zu priorisieren, welche Aufgabe als nächste mit den knappen Ressourcen erledigt werden soll. Noch bin ich an keiner der bestehenden Terminabsprachen selber schuld, aber das wird sich ändern, fürchte ich :-).