22.10.12

Schön wär's

Als ich die Abschlussprüfung zum Kurs "In-Memory Data Management" des Hasso-Plattner Instituts durcharbeitete, fiel mir die abgebildete Frage auf. Vielmehr die vierte Antwortmöglichkeit. Ich war wirklich versucht, diese anzukreuzen.

20.10.12

Energieverhinterteilung

Ich habe mal eine interessante Rechnung aufgemacht. Wenn ich Heizöl für, sagen wir 70 Cent den Liter, in meiner Zentralheizung verbrenne, bekomme ich 10 kWh aus einem Liter. Diesen Wirkungsgrad sollte ein Ölkraftwerk bei der Stromerzeugung auch erreichen können.
  • Den Smart ED kann man realistisch mit 15 kWh/100 km fahren. Das entspräche dann 1,5 l Diesel auf 100 km für ca. 2,25 € (1,50 € pro Liter)
  • Der Smart Diesel braucht im Moment realistisch 4 l/100 km, hat also einen mindestens 2,5 fach schlechteren Wirkungsgrad als der ED. 
  • Für die kWh Strom muss ich ca. 22 Cent bezahlen. Macht also 3,30 Euro auf 100 km im ED 
  • Der Diesel Smart kostet ca. 6,- € auf 100 km bei einem Literpreis von 1,50 € an der Tankstelle.
  • Damit wäre der ED 2,70 € günstiger auf 100 km.
Sieht ja prima aus für den ED, wenn nur nicht die Batterie-Leasinggebühr von 65,- € pro Monat wäre. Aber ich will auf etwas Anderes hinaus, nämlich den Unterschied bei den Energiekosten bzw. Gewinnspannen. Mit den 4 Litern Diesel könnte ein Stromerzeuger 40 kWh Strom erzeugen, die er für 22 Cent pro kWh verkauft. Macht 8,80 €, also rund 46% mehr als der äquivalente Benzinpreis für den Endverbraucher, den er ja nicht bezahlt als Großkunde.
Leute, die Energieversorger müssten uns allen die Buden einrennen, damit wir Elektroautos kaufen. Oder wahlweise müssten die Erdölfirmen anfangen, Strom zu erzeugen, den wir dann für unsere Elektroautos kaufen, um damit ihre Gewinnspanne noch weiter hoch zu treiben. Das hätte noch einen weiteren Vorteil für uns alle, denn der Wirkungsgrad ist ja in den Kraftwerken viel besser als bei der Verbrennung im Automotor, und das bedeutet, dass die fossilen Brennstoffe länger reichen, bei gleichzeitiger Reduktion der Emissionen.

Smart wäre auch die Variante, bei der wir Bürger Heizöl in kleinen Blockheizkraftwerken in Strom verwandeln, mit dem wir dann unsere Elektroautos laden. Denn dann würde uns die kWh nur noch 7 Cent kosten. Mal sehen, wann die drauf kommen oder wann mir einer erklärt, welchen kapitalen Fehler ich bei dieser Betrachtung gemacht habe.

24.9.12

Dinosaurier

Ich bin ein ausgesprochener Fan von eBooks. Ich benutze eifrig die Internet-Bücherei. Ich akzeptiere sogar die merkwürdigen Ausleihmodalitäten (das Warten auf eine digitale Kopie erhöht doch die Spannung). Alles könnte so schön sein, wenn nicht die Firmen, die für das Rechtemanagement verantwortlich sind, wären. Allen voran Adobe. Ich habe ja noch verstanden, dass ich mir eine Adobe ID besorgen muss, damit mir die Online-Bibliothek 14 Tage lang erlauben kann, ein Buch zu lesen. Die Tatsache, dass mein eBook Reader keine Uhr hat, die es ihm erlauben würde, die Bücher nach Ablauf der Leihfrist ungültig zu machen, ist den Kollegen (zum Glück) schlicht entgangen. Auch, dass man auf anderen eBook Readern das Datum nur regelmäßig manipulieren muss, um diesem DRM ein Schnippchen zu schlagen, erschien den Erdenkern der Leserschikane offensichtlich akzeptabel. Jetzt versuchen sie es offenbar auf andere Weise. Ich bekam gestern die Nachricht, dass mein vorbestelltes Buch nun endlich für mich verfügbar war. Freudestrahlend öffnete ich den Browser um festzustellen, dass es nur im mir bis dato unbekannten Format "Adobe-Reader-X" herunterladbar war. Naja, dachte ich, das kann ja so schlimm nicht sein. Doch ich irrte gewaltig. Um Adobe-Reader-X-Bücher zu lesen muss man den kompletten Reader neu herunterladen der sich tief in den ohnehin schon lästigen Adobe-Software-Sumpf auf dem Rechner eingräbt. Bevor er dass jedoch tat teilte er mir auch noch mit, dass er dafür über 400MB (in Worten: Vier-Hundert-Megabyte!) Platz auf meinem Rechner benötigt. Kann sich noch jemand vorstellen, wie viele 3,5 Zoll (7,88cm) Disketten das sind? Es wären 285 Stück. Ja sind die denn von allen guten Geistern verlassen. 400 Megabyte für ein Programm zum Lesen von eBooks! Und dann noch von Adobe, deren Software so lästig auf dem Rechner einwächst wie Fußpilz! Die werde ich doch nie mehr los. Ihr Ziel ist also, dass DRM-gesicherte Bücher gar nicht mehr gelesen werden.

Ich habe das Buch jetzt in Adobe-Reader-X-Format auf der Platte liegen und warte auf einen freundlichen Hacker, der mich den Inhalt einfach einmal lesen lässt. Ich verspreche auch, es nicht ein zweites Mal zu tun...

16.8.12

Ungewöhnliche Flugkonzepte

Flugzeuge kennt jeder, ein Hubschrauber ist schon ungewöhnlich, ein Girokopter erzeugt Nachdenken, aber es gibt noch mehr interessante Flugkonzepte. Einige möchte ich einmal hier auflisten:
Quadrokopter
Die Kugeldrohne aus Japan
Honeywell T-Hawk

The FanWing
MV-22 Osprey Tilt Rotor
Die Wankelmotor-Untertasse von Möller International

15.8.12

Rollenkappe

Heute saß ich mal wieder in einem Meeting, in dem Prozesse beschrieben und Rollen verteilt worden. Mir wurde fast schwindelig angesichts der vielen Rollen, die sich so in Summe für einen Mitarbeiter in der Softwareproduktion ergeben. Und woher sollen die anderen in einem Meeting wissen, in welcher Rolle man gerade redet? Da kam mir die zündende Idee:
Die Rollenkappe
In einer Baseballkappe gibt es vorne ein Fenster in dem das Kürzel der gerade eingenommenen Rolle steht. Dieses Kürzel steht neben anderen auf einer zweiten, innenliegenden Schale, die durch einen Drehknopf auf dem Scheitel schnell verstellt werden kann, wenn ein Rollenwechsel erforderlich ist. Genial, oder?
In einem dynamischeren Prozessumfeld könnte die Lösung eine kleine Zaubertafel an der Vorderseite sein und im Bereich der Nerds ist auch e-Ink oder ein durch einen Arduino gesteuertes Display denkbar. Eine Kappe mit einer vorne angebrachten Tasche für ein Smartphone (Arbeitsname "AppCap") ist nebst zugehörigem Programm ("CapApp") in Vorbereitung.

7.8.12

Traumawagen

Vielleicht kennt ihr das auch noch, wenn man als Kind durch die Seitenscheiben der Autos die höchste Zahl am Tachometer abgelesen hat und dann versuchte, sich vorzustellen, wie schnell 220 km/h wohl sind. Später erfuhren wir dann, dass nur die wenigsten Autos die dort abgebildete Geschwindigkeit erreichen konnten aber das tat der Sache keinen Abbruch. In anderen Ländern war das vermutlich auch langweiliger, denn dort standen vielleicht nur zwei Autotypen (Lada und Wartburg) auf den Straßen. Bei uns jedoch, der Weltautonation, konnte man so manchen Boliden aus dem Autoquartett in freier Wildbahn antreffen. Bei den Citroens wurde man regelmäßig enttäuscht, denn dort drehte sich eine Tachowalze unter einer Lupe, sodass die Höchstgeschwindigkeit nicht zu sehen war. Seit ein paar Jahren nun scheint es nur noch Digitaltachos zu geben, die ausgeschaltet nichts als mattschwarze Geheimiskrämerei bieten.
Als ich dann heute auf dem Münchner Flughafen einen Blick durch die Seitenscheibe in das aktuelle Objekt der Begierde - das neue BMW 6er Coupé - warf, erreichte die Enttäuschung ihren Höhepunkt. Hier sind nur noch die Zeiger der Rundinstrumente zu sehen, die Ziffern sind alle unsichtbar! Schämt Euch, BMW-Ingenieure! Denkt ihr gar nicht mehr an die kleinen Jungs von heute?

20.7.12

Müll auf dem AB

Also man wundert sich schon, womit manche Mitmenschen sich so ihre Zeit vertreiben. Das hier fanden wir auf unserem Anrufbeantworter, als wir aus dem Urlaub zurück kamen:

Der Saubermann

Natürlich war die Rufnummer unterdrückt. Wie ich dann herausgefunden habe, gibt es eine Webseite, auf der man diese "Scherzanrufe" auslösen kann, um sich live die Angerufenen im Browser anzuhören. Nun ja, der einzige Nutzen, den ich davon jetzt hatte ist, dass ich die Mitschnitte auf meiner Fritzbox in nutzbare Soundformate konvertieren kann, ist ja auch was wert.

28.5.12

Chefsache

“Wer billig kauft, kauft doppelt”, zitierte die Beste Ehefrau entweder eine ungenannte Großmutter oder einen korrupten Konsumforscher und zeigte mir einen Rührbesen unseres aktuellen, namenlosen Handrührgerätes, der unter starkem Drahtausfall ausgerechnet in seinem Aktionsbereich litt. Zum Glück gelang es uns, die meisten fehlenden Teile aus dem gerade in Arbeit befindlichen Rührgut zu entfernen, und von den Gästen hat sich später auch keiner beschwert. Schnell stellten wir außerdem fest, dass das Rühren mit nur einem Besen mechanisch völliges Neuland für einen auf mitteleuropäische Küchenphysik trainierten Menschen dar stellt. Nach kurzem Überlegen erklärte mein Ingenieursgehirn den wild in der Gegend herum tanzenden Rührtopf mit dem nicht kompensierten Drehmoment des verbliebenen Rührbesens im Rührgut. Als ich das der Besten Ehefrau stolz mitteilte, verwunderte mich ihre Gleichgültigkeit ob dieser Tatsache doch etwas. Statt dessen beschloss sie, meine ihrer Meinung nach nicht ausgeschöpften geistigen Kapazitäten mit der Wiederherstellung eines betriebsbereiten Zustandes der Kücheneinrichtung zu betrauen. Schlau wie sie ist, hat sie mit diesem Auftrag natürlich einen wunden Punkt getroffen. Oder gleich mehrere. Da wäre zunächst das aus prähistorischer Zeit stammenden Familienversorger-Gen, natürlich in der modernen Ausprägung, die heutzutage nicht mehr darin besteht, noch körperwarme Mammutfleischberge zufrieden grunzen vor dem Höhleneingang abzulegen sondern selbstbewusste und rührwillige Weibchen mit Werkzeug zu versorgen.

Zum Zweiten traf dieser Auftrag auf ein im wochenendlichen Leerlauf befindliches Ingenieursgehirn. So ein Ingenieursgehirn ist ein empfindliches Hochleistungsorgan, dass in jahrelanger kontinuierlicher Prägung auf das systematische Finden von Lösungen für Probleme jeglicher Art optimiert wurde. Diese Tatsache alleine verringert die Chancen von Ingenieuren auf dem Heiratsmarkt drastisch, weswegen ich dem Ingenieursgehirn auch evolutionär auf Dauer keine größere Zukunft einräume. In ein paar Generationen hat sich das erledigt. Ich persönlich habe die Beste Ehefrau nur deswegen ab bekommen, weil sie mir schon vor der Umwandlung meines Gehirns verfallen war.

Auf jeden Fall verschluckte die Empfangseinheit meines nach Beschäftigung lechzenden Denkapparats den Auftrag wie ein Achtjähriger ein Nutellabrot, und so erklärte ich die Beschaffung eines neuen Handrührgerätes kurzerhand zur Chefsache. Es gehört zu den unausgesprochenen und von der Emanzipation unberührten Tatsachen, dass der Mann dafür zuständig ist, dass die Dinge funktionieren und die Frau sich um die nutzbringende Anwendung der genialen Erfindungen des Mannes kümmert. Das ist bei uns nicht anders. Zunehmend bemerke ich jedoch Ausnahmen von dieser Regel. Angefangen hat das mit der Neuerfindung des Staubsaugers durch einen gewissen Herrn Dyson. Allein der Name lässt alle Science-Fiction Fans in Ehrfurcht erzittern, wenn sie an die Dyson-Sphäre denken, einem künstlichen Objekts von kosmischer Bedeutung, Thema zahlreicher epischer Weltraumsagen .

Und nun wurde dieser Name in Verbindung gebracht mit dem aus menschlicher Sicht entgegengesetzten Pol der kosmischen Objekte, dem Hausstaub. Da gerät das Weltbild meiner Generation, die von in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts adoleszent geprägten Müttern groß gezogen wurden, schon mal ins Grübeln, ob die Bedienung des Staubsaugers von Herrn Dyson nicht doch eine Tätigkeit sei, die der besonderen Fähigkeiten des Mannes bedarf. Ja und auch ich helfe Herrn Dyson gerne dabei, die Erde staubärmer zu machen. Ich weiß, dass diese Aufgabe bisher unter ihrem wahren Wert gesehen wurde, und dafür braucht man natürlich entsprechendes Werkzeug, und ich bin dankbar, dass Herr Dyson uns einen Staubsauger wie ein Flammenschwert gegeben hat, der uns effektiv bei diesem Kreuzzug unterstützt. Aber lassen wir das.

Zu den Schattenseiten unserer Konsumgesellschaft gehört es, dass immer weniger Geräte repariert werden können, geschweige denn dass es auch nach dem Verlassen des Ladens nach dem Kauf noch Ersatzteile dafür gibt. So erwog ich auch die Möglichkeit, einfach einen neuen Rührbesen zu beschaffen, nur bis zu dem Augenblick als ich erfolglos den Hersteller des Geräts zu ermitteln versuchte.

Angesichts der Tatsache, dass unser Handrührgerät oder vielmehr sein Besen unglücklicherweise antizyklisch den Geist aufgab, sodass weder Aldi noch Lidl noch Penny noch Norma noch Aral gerade eines im Angebot hatten, wandte mein Gehirn die erlernten Problemlösungsstrategien an. Ich versuchte, Anforderungen von der Besten Ehefrau einzuholen, doch diese erwies sich als ungeübt in dieser Disziplin und antwortete mit einem von Achselzucken begleiteten “Na, funktionieren sollte er schon”. Allein der falsche Artikel für DAS Handrührgerät, das die Beste Ehefrau konsequent “Den Mixer” nennt, enthüllte mir, dass hier nicht viel mehr zu holen war. Ich ordnete die Bemerkung als einfaches K.O.-Kriterium ein, stellte einen morphologischen Kasten auf und selektierte aus dem Internetangebot das Optimum zwischen Qualität und Preis unter Zuhilfenahme verschiedener Verbraucherportale, Bewertungsschemata und Preissuchmaschinen. Den Rest besorgte DHL und schon drei Tage unruhigen Wartens später lag das Ergebnis in braunem Karton verpackt vor mir. Nun, sollte man meinen, wäre die Aufgabe erledigt. Doch hier setzte genau jene oben beschriebene Verhaltensweise ein, die mir zunehmend zu denken gibt. Die Beschaffung alleine reichte mir nicht. Ich musste mich eigenhändig von der Lösungsqualität und im aufopfernden Selbstversuch von der Ungefährlichkeit der Bedienung überzeugen. Feierlich öffnete ich die Verpackung und entlud ihren überschaubaren Inhalt auf den Küchentisch. Danach fing ich an, der Zeitung lesenden Besten Ehefrau laut die Vorzüge des Modells zu erklären. Ihre einsilbigen Antworten zeugten nicht gerade von Empfänglichkeit, geschweige denn nachhaltiger Begeisterung. Ich beschloss, dass selbige unter Beweis gestellt werden mussten und schlug Quark zu Füllung, mürben Teig und Eier zu Schnee und fabrizierte unter Zuhilfenahme von Knethaken und Schneebesen einen köstlichen Käsekuchen. Die unbändige Kraft des Motors walkte den Teig mit konstanter Drehzahl, mein Handgelenk schmerzte nicht mehr ob der unglaublichen Leichtigkeit des Rührgerätes, und die Nachbarn verzichteten darauf, die Polizei wegen Ruhestörung zu rufen. Ja ich konnte mich sogar während des Rührens ohne Zuhilfenahme von Zeichensprache mit der Besten Ehefrau verständigen, die sich allerdings nur schwer von ihrer Lektüre ablenken ließ, selbst als ich Teigstückchen nach ihr warf. Ich liebe jedenfalls dieses Handrührgerät, und langsam scheint sich auch die Beste Ehefrau für "den neuen Mixer" zu erwärmen. Ich sah sie neulich bereits eine einfache Kuchenfertigmischung damit herstellen.

1.4.12

Vereinbare Gegensätze

Heute ging ich anlässlich des Ostermarktes in Wiesbaden Schierstein (und auch aufgrund des wunderbaren Wetters) eine Runde am Schiersteiner Hafen entlang. Ziemlich am Ende der Promenade (beim WSV) fiel mir ein Schild eines der vielen dort ansässigen Wassersportvereine auf:

"Schwimmclub Wiesbaden 1911, Yachtabteilung".

Beim Weitergehen spielte ich in Gedanken mit der Bedeutung dieses Titels. Zunächst versuchte ich mir vorzustellen, wie die Schwimmer wohl 1970 auf die Idee gekommen waren, dass sie eine Yachtabteilung brauchten. Sind die dann neben den Schwimmern her geschippert? Oder wollten die Ehrenmitglieder zwar noch aufs Wasser, aber nicht mehr nass werden?
Dann fing ich an, diese Idee zu übertragen. Wie sähe so eine Abteilung wohl bei anderen Vereinen aus?

"Laufklub Mainz, Sportwagenabteilung"

oder

"Taubenzüchterverein Bad Kreuznach, Flugschule"

oder

"FDP, Bundestagsfraktion" (ach, lassen wir das einfach...)

5.2.12

Kennst Du einen, kennst Du alle.

Gestern verbrachte ich einen ganzen Nachmittag auf der Aussprache im Vorlauf zur außerordentlichen Mitgliederversammlung des Chaos Computer Clubs in Wiesbaden. Warum ich heute nicht zur Versammlung selber gehe? Nun, ich betrachte das als reine Zeitverschwendung, aber nicht im negativen Sinne. Die Aussprache gestern hat mir wieder einmal deutlich gemacht, dass Menschen miteinander kommunizieren müssen, wenn sie erfolgreich zusammen arbeiten wollen. Dass sie das können, haben die Mitglieder gestern gezeigt.
Warum aber musste es diese Versammlung eigentlich geben? Das wiederum hat im Grunde keine weltbewegende Ursache. Der CCC ist eben auch nur ein ganz normaler Verein, er hat keine Übermenschen als Mitglieder, und auch sein Vorstand ist nicht weiser oder professioneller als andere Vorstände eines x-beliebigen Dorfvereins. Wir wurden Zeugen einer ganz persönlichen Auseinandersetzung zwischen zwei sendungsbewussten Menschen, die es geschafft haben, dass sie jeder bereits an den Abkürzungen ihrer zeitraubenden Doppelnamen erkennt. Andy Müller-Maguhn (AMM) und Daniel Domscheit-Berg (DDB) breiteten beide ihre Egos im Rahmen des gerade noch Erträglichen aus. Keine Frage, dass sich über kurz oder lang Konflikte auftun mussten. Nur glaubte der eine, er müsse dem anderen denn auch mal zeigen, wo die Reviergrenzen liegen, was dann in der bekannten Ausschlussaffäre während des Camps im letzten Jahr gipfelte. Und bis das alles auch dem letzten Teilnehmer gestern klar geworden war, verstrichen endlose Stunden auf teilweise erschreckend niedrigem inhaltlichen Niveau. Sprechen können sie alle vielleicht besser als Frau Müller vom Landfrauenverein aber gesagt wurde verhältnismäßig wenig. Gut, wir wissen jetzt, dass die Küche im CCC-Berlin ein Hort subversiven Gedankenguts ist, dass es ein Sprecherteam gibt, dass dem Vorstand nicht mehr vertraut, und dass eine Menge Leute mit den persönlichen Eigenarten von AMM nicht klar kommen. Aber was ist daran so unglaublich kompliziert, dass es nicht bei einer internen Aussprache zwischen den Organen des Clubs geklärt werden könnte? Nun, offenkundig bedarf es hier eines Regulativs durch den kollektiven gesunden Menschenverstand der restlichen Mitglieder. Zum Glück waren denn auch genügend anwesend um die Elternrolle auf dem Kinderspielplatz zu übernehmen. Heute bekommt dann hoffentlich jeder sein Schäufelchen und seine Förmchen zurück, und ich will stark hoffen, dass auch DDB in Zukunft wieder mitspielen darf, denn sein Rauswurf hätte eigentlich zur Folge haben müssen, dass die Vorstände sich selber wegen "Beschädigung des Vereins" aus eben diesem ausschließen.

31.1.12

Freundliches Obst


Und wieder einmal zeigt sich, dass Obst essen nicht nur gesund ist, sondern das Obst selber auch optisch Freude in unser Leben bringen kann. Wer würde angesichts dieses Orangensmileys nicht gleich noch einmal so gerne herzhaft zubeißen? (Vielen Dank an Annie für die Überlassung dieses Fotos)

22.1.12

Da lohnt sich die Rundfunkgebühr

Wer im Besitz eines HD-Fernsehers ist, dem sei folgender Leckerbissen empfohlen: Das Erste zeigt seit ein paar Wochen die James Bond Reihe in High Density. Auch wenn man die Schinken schon 100 mal gesehen hat, diese Version ist noch einmal eine ganz neue Dimension für jeden, der die Filme nie im Kino sehen konnte (z. B. weil er damals noch nicht geboren war).

20.12.11

V-Männer

Wenn ich so höre und lese, dass die NPD zur Hälfte aus V-Männern besteht und diese vom Verfassungsschutz gut über die geplanten Überwachungsmaßnahmen unterrichtet werden, dann frage ich mich, ob schon mal jemand auf die Idee gekommen ist, dass die NPD vielleicht auch V-Männer hat, nur dass das in diesem Fall nicht die Abkürzung von "Verbindung" sondern von "Verfassungsschutz" ist. Die sitzen dann da auf ihren Versammlungen und lachen sich ins Fäustchen über ihre staatlichen Informationsquellen. Das würde ja im Grunde bedeuten, dass der Verfassungsschutz von der NPD unterwandert sein könnte und nicht umgekehrt.

12.11.11

Mord am Martinstag

So fanden wir ihn heute Morgen. Herr W. Eckmann hatte keine Chance und er muss seinen Mörder gut gekannt haben. Darauf deuten die fehlenden Kampfspuren hin. Damit es keinen weiteren Ärger gibt haben wir die Leiche dann schnell verschwinden lassen.

3.11.11

Weltall-gäuer?


Als ich gerade im Fernsehen Werbung für Ofenkäse sah, kam mir so ein Gedanke, als hätte ich dieses Bild schon irgendwo einmal gesehen. Und richtig, eine kurze Recherche genügte, und schon war klar, warum sich hier eine Assoziation einstellte. Das links ist übrigens der Käse und rechts das Alien-Ei. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich dieses Bild jemals wieder aus dem Kopf bekomme, wie aus dem appetitlichen Käse ein Facehugger springt.

30.10.11

Zukunftsaussichten

Schon mal ans Alter gedacht? Nein, ich meine nicht Versorgungslücke oder Riesterrente sondern ganz pragmatisch an die Zeit, wenn die Beine mal nicht mehr so wollen. Für mich steht auf jeden Fall fest: Ich nehme nicht den Aldi-Rollator sondern das, was die nächsten 30 Jahre Forschung aus diesem Ding im Video dann gemacht haben.

29.10.11

Erinnerungen an Halloween

 

Gerade beim Aushöhlen eines Kürbisses erinnerte ich mich an einen tollen Kürbisschnitz-Abend vor 15 Jahren in Minneapolis, und tatsächlich habe ich auch noch ein Foto von den Ergebnissen gefunden. Der vierte von Rechts ist meiner gewesen. Alle landeten sie dann in unseren verschiedenen Appartments und erleuchteten die dunklen Herbstabende. Ein paar Wochen später erfuhren wir auch, was aus den Kürbissen wird, wenn man sie nicht rechtzeitig wegwirft. Tripti und Ihre Mitbewohnerinnen hatten den Kürbis auf dem Kühlschrank stehen lassen und waren ein paar Tage weg gefahren. Als sie wieder kamen, hatte sich die untere Hälfte des Kürbis in eine graue, stinkende Matschpfütze verwandelt.

23.10.11

Mal wieder ein Gesicht


Ich habe mal wieder ein Gesicht auf einem Alltagsgegenstand gefunden. Diesmal ist es ein kleiner Karteikasten für die Schule, der hier ganz freundlich in die Gegend lächelt. Der lachende Mund entsteht durch den Deckel, der sich über eine kleine Mulde an der Front wölbt, in welche die Finger zum Öffnen eingreifen. Schule soll wohl Spaß machen...

16.10.11

Sonnenflecken

VersuchsaufbauSonnenflecken
Ich habe ein interessantes Buch gekauft. Es heißt "50 Dangerous Things you should let your Children do". Leider gibt es das nur auf Englisch im Moment, was andererseits gut ist, sonst kämen die Kinder noch auf die Idee, dass sie die darin beschriebenen Dinge einfach alleine tun sollten. An vielen Stellen merkt man auch, dass es in Amerika geschrieben wurde, denn es gibt offensichtlich Dinge, die unsere Kinder auf jeden Fall tun aber amerikanische Kinder nicht (z. B. zu Fuß zur Schule gehen oder einen Purzelbaum machen). Viktoria und die beste Ehefrau von allen waren gemeinsam zum Shoppen aus dem Haus und bei dem gnadenlos guten Wetter kamen Oskar und ich auf die Idee ein Experiment aus dem Buch zu probieren. Und zwar wollten wir Sonnenflecken beobachten. Das geschieht mit einem Fernglas und dem abgebildeten Aufbau aus einem alten Pappkarton. Man richtet das Fernglas genau auf die Sonne aus und kann dann in einigem Abstand hinter den Okularen die vergrößerte Sonnenscheibe auf einem Blatt Papier fokussieren. Wir haben tatsächlich drei Sonnenflecken entdeckt. Auf dem Foto sind sie weniger deutlich zu erkennen als in Natura. Auf jeden Fall war das ein spannender Nachmittag und auch für Erwachsene richtig interessant.

13.10.11

Frauen


Als Antwort auf einen kürzlich gesehenen Versuch der Einordnung von Männern in Mengenlehre habe ich diese Grafik entworfen. Nur leider fällt mir partout nicht ein, wie das Wesen aus der Schnittmenge aller Eigenschaften heißen sollte. Gibt es überhaupt Frauen, die schön, schlau und nett sind (außer meiner Ehefrau)? Vielleicht hat ja jemand eine Idee.