Ich bin heute auf etwas interessantes gestoßen. Auf der Suche nach aktuellen Nachrichten zu Drohnen kam ich zu dieser Meldung. Darin geht es um ein Uni-Projekt, dass eine Drohne komplett und in Rekordzeit konstruiert und mit einem 3D-Drucker ausgedruckt, zusammengebaut und getestet hat. In dem zugehörigen Video wurde erwähnt und gezeigt, dass die Konstrukteure ein "geodätisches" Design für den Rumpf gewählt hatten, weil dieser bei geringem Gewicht eine hohe Stabilität gewährleistet. Im Video sieht man auch deutlich, wie ungewöhnlich die Verstärkungen im Inneren des Rumpfes verlaufen.
Darüber wollte ich mehr wissen und so stieß ich auf den englischen Konstrukteur Barnes Wallis, der im zweiten Weltkrieg für Vickers mehrere Flugzeuge mit dieser Rumpfkonstruktion entwickelt hat. Der hat auch noch andere merkwürdige Dinge entwickelt, wie z. B. die "Bouncing Bombs" mit denen im zweiten Weltkrieg in Deutschland zwei Talsperren zerstört wurden. Was ich aber viel interessanter fand, war, dass er eigentlich mit der Konstruktion von Starrluftschiffen, also Zeppelinen angefangen hat. Dort hatte er auch schon mit geodätischen Prinzipen bei der Verspannung des Luftschiffrahmens gearbeitet. Für mich ist das mal wieder ein Hinweis darauf, dass die grundlegenden Innovationen für die Luftfahrzeugkonstruktion aus dem Luftschiffbau kamen. Seien es Materialien (Duraluminium) oder Konstruktionsprinzipien (Leichtbau, Nieten statt Schweißen).
Das geodätische Rumpfdesign jedenfalls ist eine Konstruktionsform, die bei modernen kommerziellen Flugzeugen nicht mehr angewendet wird. Obwohl das Verhältnis von Gewicht zu Stabilität sehr vorteilhaft ist, scheint die Konstruktion selber sehr kompliziert zu sein. Bei den heutigen Passagierflugzeugen ist es wichtig, dass diese über standardisiert herstellbare Rumpfsegmente verfügen. Bei einem geodätischen Design ist das sehr schwierig zu realisieren, denn die Lasten werden hier auf große Teile des Rumpfes abgetragen. Diese Lasten würden wohl über die Segmentgrenzen hinaus gehen und deren Stabilitätsrechnung komplizierter machen. Umso spannender finde ich es, wie mit neuen Fabrikationsmethoden (Lasersintern, Rapid Prototyping etc.) auch solche "vergessenen" Designs wieder entdeckt werden können.
7.8.11
19.7.11
Realsatire: Das Zehn-Minuten-Spiel
Also manchmal kommt es ja Schlag auf Schlag. Wer von Euch mehrere Kinder hat, kennt bestimmt diese Situationen, in denen man einfach mal seine Ruhe haben will und dann so doofe Wettbewerbe ausruft, wo man den Kindern Wetten anbietet, dass sie keine 10 Sekunden ruhig sitzen können. Ich denke, als gestresste Eltern kann man so was ja ab und zu mal machen. Was würdet ihr denn aber von einer offiziellen Veranstaltung der Stadt erwarten, bei denen die Kinder der arbeitenden Bevölkerung in den Sommerferien von pädagogisch geschulten Kräften betreut werden? Doch nicht sowas, oder? Falsch gedacht. Meine Kinder haben mir heute vom sogenannten "Zehn-Minuten-Spiel" berichtet. Bei diesem Spiel wird allen Kindern, die an der "Ferienspaß-Aktion" der Stadt teil nehmen, von den Betreuern eine Belohnung in Form von Gummibärchen versprochen, wenn sie zehn Minuten lang leise sind. Falls sie in dieser Zeit doch reden oder andere Geräusche machen, müssen sie den Raum verlassen. Ich dachte ich fasse es nicht. Da verkommt ja diese Maßnahme zur reinen Kinderaufbewahrung. Warum sperren sie die Kleinen nicht gleich in eine große Gummizelle und machen das Licht aus. Da könnten die sich noch die Kohle für die Betreuer und das Bastelmaterial sparen. Und es ist ja nicht so, dass diese Veranstaltung gratis wäre...
18.7.11
Kinderkram?
Beim Auslosen der Elternabendteilnahme (3. Klasse) hatte ich verloren und musste hin gehen. Da die beiden Lehrerinnen das Mitteilungsbedürfnis der Eltern (bzw. Mütter) jedoch bei den vergangenen Terminen immer ziemlich gut im Griff hatten, bestand Hoffnung, dass ich in unter zwei Stunden wieder zu Hause sein könnte. Aber dann kam der Knaller des Abends. Die Lehrer kamen allen Ernstes mit dem Vorschlag, die Kinder könnten doch eine fünftägige Projektwoche zum Thema "Sterben und Tod" absolvieren. Ich war wie vom Donner gerührt. Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Die Kinder sind acht und neun Jahre alt. Warum um Himmels Willen sollten die sich mit so einem Thema beschäftigen? Noch bitterer wurde es allerdings als sich erster Beifall regte und einige der "engagierten" Mütter begannen, das gut zu finden. Ich fühlte, dass wir ruckzuck in dieses bescheuerte Thema rein rutschen würden, wenn keiner was sagte. Aber ohne mich, bzw. meine Tochter. Ich meldete mich zu Wort und beschrieb erst einmal ausführlich wie furchtbar ich alleine diese Idee fände, dass sich kleine Kinder eine ganze Woche lang mit Themen wie "Trauern und trösten, letzte Wünsche, unheilbare Krankheiten" usw. beschäftigen sollten. Ich hatte die Rechnung jedoch ohne die Übermütter gemacht. "Es wäre nur gut, wenn die Kinder sich beizeiten mal damit befassen würden und umso besser, wenn das die Hospizgruppe (die die Projektwoche durchführen würde) übernähme."
Daher wehte also der Wind. Anstatt sich selber mal in die Pflicht zu nehmen, wollten sich hier die Eltern vor einem unangenehmen Thema drücken. Die Lehrerinnen sagten, dass es nur die Klasse als Ganzes machen würde, oder keiner, worauf ich sofort in den Raum warf "Dann also keiner", was mir einige böse Blicke der Übermütter einbracht, aber das war mir egal. Schlimm nur, dass ich der einzige blieb, der in der Runde den Mund aufmachte. Als der Elternabend vorbei war, kamen noch einige andere Eltern zu mir und dankten mir, dass ich was gesagt hätte.
Daher wehte also der Wind. Anstatt sich selber mal in die Pflicht zu nehmen, wollten sich hier die Eltern vor einem unangenehmen Thema drücken. Die Lehrerinnen sagten, dass es nur die Klasse als Ganzes machen würde, oder keiner, worauf ich sofort in den Raum warf "Dann also keiner", was mir einige böse Blicke der Übermütter einbracht, aber das war mir egal. Schlimm nur, dass ich der einzige blieb, der in der Runde den Mund aufmachte. Als der Elternabend vorbei war, kamen noch einige andere Eltern zu mir und dankten mir, dass ich was gesagt hätte.
28.11.10
Retrogeek

Ich lese gerade "Extraleben" von Constantin Gillies (habe ich zum Geburtstag bekommen). Ein cooler Roman für mich, weil die Protagonisten anscheinend eine ähnliche Lebensgeschichte wie ich haben. Sehr detailverliebt noch dazu. Z. B. wird beschrieben, dass sie "Doom 2" noch auf den fünf Original 3,5 Zoll-Disketten haben. Daraufhin fiel mir eine alte Kiste ein, in der ich noch solche Relikte aufbewahre und siehe da, gleich neben zwei Zip-Disks (wer weiß noch, was das war) fand ich die vier 3,5 Zoll-Disketten auf die das erste "Doom" gepasst hat, das wir als Werkstudenten so 1993/94 immer gespielt haben. Natürlich nur als "Sicherheitskopie".
22.11.10
Komische Kunden, eine Realsatire
Ich biete meine bescheidenen Zeichenkünste auch kostenpflichtig an. Das Geschäft mit der über das Internet hereinscheienden Laufkundschaft ist jedoch nicht immer einfach. So auch bei diesem Kunden, nennen wir Ihn Herrn H., der eine Schlachterei betreibt. Er interessierte sich für ein Maskotchen für sein Geschäft. Es sollte ein fröhliches Schwein sein. Hier mein erster Entwurf:

Kommentar des Kunden: "... alle Mitarbeiter sagen der schaut frech aus er lacht etwas gehessig." (Originalzitat). Ich ahne Arges, bin aber bereit, nachzubessern. Hier mein zweiter Entwurf:

Kommentar des Kunden: "...vielleicht die Mütze ein wenig runder oder die Ohren. Vom ding her sieht er gut aus. Nur unseren Mitarbeitern ist er noch nicht fröhlich genug." (Originalzitat). Ich weise darauf hin, dass runde Ohren ein Merkmal von Bären sind, bitte ihn etwas spezifischer bei den Änderungswünschen zu werden und sende Entwurf Nummer 3:

Ahnend, dass das eine längere Geschichte werden könnte, kündige ich an, dass ab jetzt jeder weiter Entwurf kostenpflichtig sein wird. Ergebnis: Der Kunde lässt nichts mehr von sich hören.

Kommentar des Kunden: "... alle Mitarbeiter sagen der schaut frech aus er lacht etwas gehessig." (Originalzitat). Ich ahne Arges, bin aber bereit, nachzubessern. Hier mein zweiter Entwurf:

Kommentar des Kunden: "...vielleicht die Mütze ein wenig runder oder die Ohren. Vom ding her sieht er gut aus. Nur unseren Mitarbeitern ist er noch nicht fröhlich genug." (Originalzitat). Ich weise darauf hin, dass runde Ohren ein Merkmal von Bären sind, bitte ihn etwas spezifischer bei den Änderungswünschen zu werden und sende Entwurf Nummer 3:

Ahnend, dass das eine längere Geschichte werden könnte, kündige ich an, dass ab jetzt jeder weiter Entwurf kostenpflichtig sein wird. Ergebnis: Der Kunde lässt nichts mehr von sich hören.
Weihnachtszeit!
Ich schreibe das mal in mein Blog, damit ich es nicht vergesse: Plätzchenbacken mit kleinen Kindern ist die Hölle! Zum Glück gibt es am Ende Plätzchen, das versüßt die Sache etwas. Aber das ewige Gezanke, wer was machen darf, ist nicht zum Aushalten. Für nächstes Jahr haben wir uns deswegen überlegt, dass jedes Kind eine Sorte Plätzchen ganz alleine von vorne bis hinten anfertigen darf. Dann wäre das wenigstens erledigt. Anbei übrigens ein Foto von unserer diesjährigen Kollektion (von oben links: Bethmännchen, Liebesgrübchen, Mandeltaler, Schokocrossies, Butterplätzchen und Schneeflocken).
6.11.10
Karikaturen jetzt getrennt
Karikaturen von mir können jetzt wahlweise bei http://topspion.blogger.de oder http://topspion.blogspot.com angesehen werden. Mal sehen, welche Seite in Zukunft mehr Zugriffe hat.
23.10.10
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Nachdem ich hier ja schon einige Beispiele für Zeichnungen von mir gepostet habe, kommt nun auch mal der Rest der Familie dran. Der Beste Sohn Von Allen (6 J.)rief mich neulich in sein Zimmer, um mir sein neuestes Werk zu präsentieren: "Papa, welchen von Star Wars habe ich hier gezeichnet?" Bevor ich hin schaute war ich einigermaßen skeptisch, hatte der Beste Sohn Von Allen bisher doch eher dem impressionistisch-minimalistischen Stil gehuldigt. Doch wie das hier abgebildete Beispiel zeigt, ist das durchaus ein vielversprechendes Ergebnis. Wer weiß nicht, wer hier abgebildet sein soll?
10.10.10
9.10.10
26.9.10
22.9.10
Sachen gibt's...
Ihr kennt das ja vielleicht. Man vertippt sich bei einer Webadresse und schwupps, sieht man trotzdem eine Seite mit Werbung und einer Menge Links, die ein ähnliches Thema haben, wie die ursprünglich gewollte Website (klickt man jetzt auf einen der Links, landet man auf einer Seite mit noch mehr links, jedenfalls meistens). Normalerweise ignoriere ich diese Seite ("Pech gehabt") und gebe die richtige Adresse nochmal ein. Heute aber blieb mein Blick auf einer Adresse hängen und da staunte ich erstmal: http://www.grulms.de ist ein Hersteller und Anbietern von Tampondruckmaschinen. Ich dachte, ich lese nicht richtig. Was um alles in der Welt druckt man auf Tampons? Gebrauchsanweisungen? Werbung? Richtungspfeile? Waren die nicht immer einfach weiß?
(Okay, also um das mal richtig zu stellen: Hier wird nicht auf Tampons sondern mit Tampons gedruckt :-))
(Okay, also um das mal richtig zu stellen: Hier wird nicht auf Tampons sondern mit Tampons gedruckt :-))
13.9.10
Biologie mal anders
In einem Gespräch mit der Besten Tochter Von Allen ging es um Getreidearten und was man mit Getreide alles macht (übrigens gehört der Mais jetzt in der Schule dazu, das war zu meiner Grundschulzeit noch nicht so, da haben wir höchstens mal über Hirse gesprochen). Unweigerlich kamen wir auch zur Brotherstellung. Der Beste Sohn Von Allen war der Meinung, dass auch Hefe eine Getreideart sei. Als ich den beiden die Gasentwicklung bei der Gärung erklärte schlossen sie nach kurzem Nachdenken sofort:
"Also die Hefe pupst in unser Brot!"
"Also die Hefe pupst in unser Brot!"
3.9.10
Auf einem nachmittäglichen Trip im Senckenberg Museum in Frankfurt traf ich nebenstehenden Gesellen,
der mich sehr an diesen Kollegen hier erinnerte, den wahrscheinlich viele als heimlichen Star dieses Films kennen. Ich wette, da haben die Designer ein wenig abgeschaut.
Das Museum ist aber auf jeden Fall immer wieder einen Besuch wert, nicht nur wegen der Dino-Skelette. Jetzt sind auch die oberen Stockwerke wieder geöffnet und in der Spezialausstellung für die Grube Nessel bekommt man einen Eindruck, wie furchtbar fisselig die Arbeit sein muss, ein Fossil aus dem Stein zu präparieren. Da werden Beispiele gezeigt, bei denen es wirklich nur einen Haufen versteinerte Knorpel gibt. Wie die Archäo- bzw. Paläoontologen daraus dann Skelette rekonstruieren können ist mir wirklich schleierhaft.
der mich sehr an diesen Kollegen hier erinnerte, den wahrscheinlich viele als heimlichen Star dieses Films kennen. Ich wette, da haben die Designer ein wenig abgeschaut.Das Museum ist aber auf jeden Fall immer wieder einen Besuch wert, nicht nur wegen der Dino-Skelette. Jetzt sind auch die oberen Stockwerke wieder geöffnet und in der Spezialausstellung für die Grube Nessel bekommt man einen Eindruck, wie furchtbar fisselig die Arbeit sein muss, ein Fossil aus dem Stein zu präparieren. Da werden Beispiele gezeigt, bei denen es wirklich nur einen Haufen versteinerte Knorpel gibt. Wie die Archäo- bzw. Paläoontologen daraus dann Skelette rekonstruieren können ist mir wirklich schleierhaft.
9.8.10
Claim abstecken
So, jetzt mische ich auch mal mit im internationalen Kunstzirkus. Ganz im Sinne von Roy Lichtenstein ("Populär nicht populistisch") und Joseph Beuys ("Jeder Mensch ist ein Künstler") habe ich unter dem Eindruck eines verregneten Urlaubstages am nächsten Morgen die Kunstrichtung "Malen mit Rübensaft auf Toastbrot" für mich entdeckt.
Ich bin allerdings nicht der Erste, der sich dieser Kunstform widmet. Während ich mich jedoch in der impressionistischen Findungsphase befinde, haben andere die fotorealistische Richtung definiert. Nun ja auf jeden Fall kann ich mir bestimmt noch die Rechte an der Materialkombination sichern (Grafschafter Goldsaft und holländisches Weißbrot).
25.5.10
Application Lifecycle Management
"Das war's!", stöhnte Blorg, "Ich hab' die Schnauze voll!"
Er stieß sich mit zwei Armen von der Eingabefläche ab und begann ärgerlich blubbernd im Raum zu schweben.
"Ich kann auch nicht mehr", pflichtete ihm Gorg bei, "kaum hat man eine Stelle geflickt, fliegt der Code an einer anderen auseinander. Es ist hoffnungslos."
"Und dann diese 16 Milliarden Instanzen. Die Anzahl finde ich gar nicht so schlimm, aber dass ein paar davon gut laufen und der Rest nur so dahinkrepelt, dass macht mich fertig." Aus Blorgs Oberfläche stülpten sich noch mehr kleine Ärmchen, sodass er aussah, wie ein wütender Kugelfisch.
Gorg stieß sich jetzt auch in den Raum und beide schwebten neben einander her ohne Kontakt zur Eingabefläche. Es konnte nur Augenblicke dauern, bis dem Boss das auffiel. Und schon materialisierte er sich wabernd vor ihnen.
"Was ist los? Warum pflegt Ihr keinen Code?", grollte Zorg.
"Ach Chef, es ist hoffnungslos." jammerte Blorg. An dem Code ist einfach viel zu lange von viel zu vielen rumgebessert worden. Sie sollten sich den mal ansehen. Voller Graffiti. Jeder zweitklassige Retrovirenschreiber hat sich darin verewigt. Kaum hat man ein Y rein gemacht, wird aus unerfindlichen Gründen auf einmal wieder ein X draus oder schlimmer, es kommen zwei X dazu!"
"Der Code ist einfach viel zu lang geworden." Das war Gorg. "Über drei Milliarden Basenpaare. Möchte wissen, warum die es ausgerechnet alle auf dieses hässliche Ding abgesehen haben. Das ist unwartbar."
"Dinosaurier" murmelte Blorg.
"Was sagst Du da?" fragte Zorg.
"Das ist wie damals bei den Dinosauriern. 160 Millionen Kreisungen geht alles glatt und auf einmal fliegt uns der ganze Code um die Ohren. Und das letzte Backup war noch von den Einzellern."
"Hm, ich glaube Du hast recht.", Zorg rollte nachdenklich in der Luft. "Es wird wohl Zeit für ein komplettes Reengineering. Okay, ihr beiden versucht, die Löcher zu stopfen, so lange es noch geht. Ich kümmere mich um das Budget für ein neues Projekt. Vielleicht wird die dritte Version ja endlich mal ein Erfolg. Und jetzt an die Arbeit."
Zorg verschwand so plötzlich, wie er erschienen war.
Seufzend verbanden sich Blorg und Gorg wieder mit ihren Eingabeflächen. Vielleicht war ja noch was zu retten. Eine der Instanzen hatte kürzlich angefangen, seinen eigenen Code zu optimieren. Blorg schaute nach, ob die ID noch im Hauptspeicher war. Ja, Venter 1.1 hatte seine Versionsnummer selbsttätig heraufgesetzt. Interessant. Vielleicht konnte das ja das Ende noch ein wenig hinauszögern.
Er stieß sich mit zwei Armen von der Eingabefläche ab und begann ärgerlich blubbernd im Raum zu schweben.
"Ich kann auch nicht mehr", pflichtete ihm Gorg bei, "kaum hat man eine Stelle geflickt, fliegt der Code an einer anderen auseinander. Es ist hoffnungslos."
"Und dann diese 16 Milliarden Instanzen. Die Anzahl finde ich gar nicht so schlimm, aber dass ein paar davon gut laufen und der Rest nur so dahinkrepelt, dass macht mich fertig." Aus Blorgs Oberfläche stülpten sich noch mehr kleine Ärmchen, sodass er aussah, wie ein wütender Kugelfisch.
Gorg stieß sich jetzt auch in den Raum und beide schwebten neben einander her ohne Kontakt zur Eingabefläche. Es konnte nur Augenblicke dauern, bis dem Boss das auffiel. Und schon materialisierte er sich wabernd vor ihnen.
"Was ist los? Warum pflegt Ihr keinen Code?", grollte Zorg.
"Ach Chef, es ist hoffnungslos." jammerte Blorg. An dem Code ist einfach viel zu lange von viel zu vielen rumgebessert worden. Sie sollten sich den mal ansehen. Voller Graffiti. Jeder zweitklassige Retrovirenschreiber hat sich darin verewigt. Kaum hat man ein Y rein gemacht, wird aus unerfindlichen Gründen auf einmal wieder ein X draus oder schlimmer, es kommen zwei X dazu!"
"Der Code ist einfach viel zu lang geworden." Das war Gorg. "Über drei Milliarden Basenpaare. Möchte wissen, warum die es ausgerechnet alle auf dieses hässliche Ding abgesehen haben. Das ist unwartbar."
"Dinosaurier" murmelte Blorg.
"Was sagst Du da?" fragte Zorg.
"Das ist wie damals bei den Dinosauriern. 160 Millionen Kreisungen geht alles glatt und auf einmal fliegt uns der ganze Code um die Ohren. Und das letzte Backup war noch von den Einzellern."
"Hm, ich glaube Du hast recht.", Zorg rollte nachdenklich in der Luft. "Es wird wohl Zeit für ein komplettes Reengineering. Okay, ihr beiden versucht, die Löcher zu stopfen, so lange es noch geht. Ich kümmere mich um das Budget für ein neues Projekt. Vielleicht wird die dritte Version ja endlich mal ein Erfolg. Und jetzt an die Arbeit."
Zorg verschwand so plötzlich, wie er erschienen war.
Seufzend verbanden sich Blorg und Gorg wieder mit ihren Eingabeflächen. Vielleicht war ja noch was zu retten. Eine der Instanzen hatte kürzlich angefangen, seinen eigenen Code zu optimieren. Blorg schaute nach, ob die ID noch im Hauptspeicher war. Ja, Venter 1.1 hatte seine Versionsnummer selbsttätig heraufgesetzt. Interessant. Vielleicht konnte das ja das Ende noch ein wenig hinauszögern.
22.5.10
Kulturphänomen
Erst neulich dachte ich über ein kulturelles Phänomen nach. Ich habe beruflich öfter in Polen zu tun. Bekanntlich ist die polnische Sprache zu einem Zeitpunkt entstanden, als die Vokale schon weitgehend an die anderen Sprachen verteilt waren, sodass es jetzt polnische Worte gibt, die nur aus einem einzigen Konsonanten bestehen oder polnische Voramen, die in Konsonantenkombinationen nur so schwelgen (z. B. Krzysztof). Prinzipiell redet man sich in Polen auch leichter mit dem Vornamen an als in Deutschland, was letztendlich dazu zu führen scheint, dass sich Kollegen mit Namensverkürzungen anreden. Aus Dariusz wird Darek, aus Mariusz Marek, aus Krzysztof Krzychek aus Barbara Basia aus Agnieszka Neschi aus Malgorzata Gosia und so weiter. Lustig für mich, mit deutschem Kulturhintergrund, wird die Sache erst, wenn ich mir vorstelle, wie wir das in unserer Firma in Deutschland tun: "Guten Morgen Holgi. Hat Günni schon die Präsentation an Susi geschickt?" "Nein, Didi. Das wollte Babsi erst noch mit Wolle absprechen."
4.1.10
Fliegen spezial
In der letzten Zeit habe ich eine Menge zu kuriosen Kleinstflugzeugen gelesen und die gewonnenen Erkenntnisse möchte ich hier einmal zusammentragen. Fangen wir mal mit den älteren Fliegern an:
Hubschrauber
Der GEN-H4 ist bestimmt das Fluggerät, was einem persönlichen Helikopter am nächsten kommt. Für ca. 60.000,- $ ist er auch fast erschwinglich. Erfunden wurde er von Gennai Yanagisawa einem 75-jährigen Japaner, und in Japan braucht man angeblich keine Lizenz um das Ding zu fliegen (kann ich mir - ehrlich gesagt - nicht vorstellen).
Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug...?
Der Jetlev-Flyer ist irgendwas zwischen Raketenrucksack und Boot aber auf jeden Fall eines der skurrilsten Gefährte, die ich bisher gesehen habe. Ich denke vor Dubai cruisen da inzwischen eine Menge von rum (bei den Preisen).
Jets |
Propellerflugzeug |
Hubschrauber
Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug...?
7.12.09
Haptische Männer
Wenn es noch eines Beweises bedürfte, dass Männer haptische Wesen sind, so ist es dieser hier: Männer streicheln Autos!
Darauf gebracht hat mich natürlich die Beste Ehefrau von allen: "Hast Du schon mal eine Frau gesehen, die mit der Hand über das Armaturenbrett eines Autos streicht und Dinge sagt wie 'Tolle Verarbeitung'?"
Vor meinem geistigen Auge schätzte ich die Größe der Gesichtsschwellung ab, die ich davon tragen würde, wenn ich das bei der Besten Ehefrau versuchte.
Darauf gebracht hat mich natürlich die Beste Ehefrau von allen: "Hast Du schon mal eine Frau gesehen, die mit der Hand über das Armaturenbrett eines Autos streicht und Dinge sagt wie 'Tolle Verarbeitung'?"
Vor meinem geistigen Auge schätzte ich die Größe der Gesichtsschwellung ab, die ich davon tragen würde, wenn ich das bei der Besten Ehefrau versuchte.
Ich werde Standup Comedian
Celebrities kommt von "to celebrate", das sind also "Die Gefeierten" Menschen. Wenn der Rest der Welt die also erst fallen lassen hat, sind sie wieder frei, müssten also "Celibrities" heißen von "c'est libre" oder auf Deutsch ganz einfach "Die Gefeuerten" statt "Die Gefeierten".
In Hamburg sollte man immer nett zu den Typen sein, die einen Samstags aus der Gosse anquatschen. Es könnte ein Tagesschausprecher sein.
Tja, das war's wohl dann auch gleich wieder mit der Karriere. Ach nein, einen habe ich noch: Welch ungewollt brutalen Bedeutungswechsel erfährt der fast karitative "Hausservice" wenn er eines "s" verlustig geht (Zonk!).
In Hamburg sollte man immer nett zu den Typen sein, die einen Samstags aus der Gosse anquatschen. Es könnte ein Tagesschausprecher sein.
Tja, das war's wohl dann auch gleich wieder mit der Karriere. Ach nein, einen habe ich noch: Welch ungewollt brutalen Bedeutungswechsel erfährt der fast karitative "Hausservice" wenn er eines "s" verlustig geht (Zonk!).
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