Nachdem ich hier ja schon einige Beispiele für Zeichnungen von mir gepostet habe, kommt nun auch mal der Rest der Familie dran. Der Beste Sohn Von Allen (6 J.)rief mich neulich in sein Zimmer, um mir sein neuestes Werk zu präsentieren: "Papa, welchen von Star Wars habe ich hier gezeichnet?" Bevor ich hin schaute war ich einigermaßen skeptisch, hatte der Beste Sohn Von Allen bisher doch eher dem impressionistisch-minimalistischen Stil gehuldigt. Doch wie das hier abgebildete Beispiel zeigt, ist das durchaus ein vielversprechendes Ergebnis. Wer weiß nicht, wer hier abgebildet sein soll?
23.10.10
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Nachdem ich hier ja schon einige Beispiele für Zeichnungen von mir gepostet habe, kommt nun auch mal der Rest der Familie dran. Der Beste Sohn Von Allen (6 J.)rief mich neulich in sein Zimmer, um mir sein neuestes Werk zu präsentieren: "Papa, welchen von Star Wars habe ich hier gezeichnet?" Bevor ich hin schaute war ich einigermaßen skeptisch, hatte der Beste Sohn Von Allen bisher doch eher dem impressionistisch-minimalistischen Stil gehuldigt. Doch wie das hier abgebildete Beispiel zeigt, ist das durchaus ein vielversprechendes Ergebnis. Wer weiß nicht, wer hier abgebildet sein soll?
10.10.10
9.10.10
26.9.10
22.9.10
Sachen gibt's...
Ihr kennt das ja vielleicht. Man vertippt sich bei einer Webadresse und schwupps, sieht man trotzdem eine Seite mit Werbung und einer Menge Links, die ein ähnliches Thema haben, wie die ursprünglich gewollte Website (klickt man jetzt auf einen der Links, landet man auf einer Seite mit noch mehr links, jedenfalls meistens). Normalerweise ignoriere ich diese Seite ("Pech gehabt") und gebe die richtige Adresse nochmal ein. Heute aber blieb mein Blick auf einer Adresse hängen und da staunte ich erstmal: http://www.grulms.de ist ein Hersteller und Anbietern von Tampondruckmaschinen. Ich dachte, ich lese nicht richtig. Was um alles in der Welt druckt man auf Tampons? Gebrauchsanweisungen? Werbung? Richtungspfeile? Waren die nicht immer einfach weiß?
(Okay, also um das mal richtig zu stellen: Hier wird nicht auf Tampons sondern mit Tampons gedruckt :-))
(Okay, also um das mal richtig zu stellen: Hier wird nicht auf Tampons sondern mit Tampons gedruckt :-))
13.9.10
Biologie mal anders
In einem Gespräch mit der Besten Tochter Von Allen ging es um Getreidearten und was man mit Getreide alles macht (übrigens gehört der Mais jetzt in der Schule dazu, das war zu meiner Grundschulzeit noch nicht so, da haben wir höchstens mal über Hirse gesprochen). Unweigerlich kamen wir auch zur Brotherstellung. Der Beste Sohn Von Allen war der Meinung, dass auch Hefe eine Getreideart sei. Als ich den beiden die Gasentwicklung bei der Gärung erklärte schlossen sie nach kurzem Nachdenken sofort:
"Also die Hefe pupst in unser Brot!"
"Also die Hefe pupst in unser Brot!"
3.9.10
Auf einem nachmittäglichen Trip im Senckenberg Museum in Frankfurt traf ich nebenstehenden Gesellen,
der mich sehr an diesen Kollegen hier erinnerte, den wahrscheinlich viele als heimlichen Star dieses Films kennen. Ich wette, da haben die Designer ein wenig abgeschaut.
Das Museum ist aber auf jeden Fall immer wieder einen Besuch wert, nicht nur wegen der Dino-Skelette. Jetzt sind auch die oberen Stockwerke wieder geöffnet und in der Spezialausstellung für die Grube Nessel bekommt man einen Eindruck, wie furchtbar fisselig die Arbeit sein muss, ein Fossil aus dem Stein zu präparieren. Da werden Beispiele gezeigt, bei denen es wirklich nur einen Haufen versteinerte Knorpel gibt. Wie die Archäo- bzw. Paläoontologen daraus dann Skelette rekonstruieren können ist mir wirklich schleierhaft.
der mich sehr an diesen Kollegen hier erinnerte, den wahrscheinlich viele als heimlichen Star dieses Films kennen. Ich wette, da haben die Designer ein wenig abgeschaut.Das Museum ist aber auf jeden Fall immer wieder einen Besuch wert, nicht nur wegen der Dino-Skelette. Jetzt sind auch die oberen Stockwerke wieder geöffnet und in der Spezialausstellung für die Grube Nessel bekommt man einen Eindruck, wie furchtbar fisselig die Arbeit sein muss, ein Fossil aus dem Stein zu präparieren. Da werden Beispiele gezeigt, bei denen es wirklich nur einen Haufen versteinerte Knorpel gibt. Wie die Archäo- bzw. Paläoontologen daraus dann Skelette rekonstruieren können ist mir wirklich schleierhaft.
9.8.10
Claim abstecken
So, jetzt mische ich auch mal mit im internationalen Kunstzirkus. Ganz im Sinne von Roy Lichtenstein ("Populär nicht populistisch") und Joseph Beuys ("Jeder Mensch ist ein Künstler") habe ich unter dem Eindruck eines verregneten Urlaubstages am nächsten Morgen die Kunstrichtung "Malen mit Rübensaft auf Toastbrot" für mich entdeckt.
Ich bin allerdings nicht der Erste, der sich dieser Kunstform widmet. Während ich mich jedoch in der impressionistischen Findungsphase befinde, haben andere die fotorealistische Richtung definiert. Nun ja auf jeden Fall kann ich mir bestimmt noch die Rechte an der Materialkombination sichern (Grafschafter Goldsaft und holländisches Weißbrot).
25.5.10
Application Lifecycle Management
"Das war's!", stöhnte Blorg, "Ich hab' die Schnauze voll!"
Er stieß sich mit zwei Armen von der Eingabefläche ab und begann ärgerlich blubbernd im Raum zu schweben.
"Ich kann auch nicht mehr", pflichtete ihm Gorg bei, "kaum hat man eine Stelle geflickt, fliegt der Code an einer anderen auseinander. Es ist hoffnungslos."
"Und dann diese 16 Milliarden Instanzen. Die Anzahl finde ich gar nicht so schlimm, aber dass ein paar davon gut laufen und der Rest nur so dahinkrepelt, dass macht mich fertig." Aus Blorgs Oberfläche stülpten sich noch mehr kleine Ärmchen, sodass er aussah, wie ein wütender Kugelfisch.
Gorg stieß sich jetzt auch in den Raum und beide schwebten neben einander her ohne Kontakt zur Eingabefläche. Es konnte nur Augenblicke dauern, bis dem Boss das auffiel. Und schon materialisierte er sich wabernd vor ihnen.
"Was ist los? Warum pflegt Ihr keinen Code?", grollte Zorg.
"Ach Chef, es ist hoffnungslos." jammerte Blorg. An dem Code ist einfach viel zu lange von viel zu vielen rumgebessert worden. Sie sollten sich den mal ansehen. Voller Graffiti. Jeder zweitklassige Retrovirenschreiber hat sich darin verewigt. Kaum hat man ein Y rein gemacht, wird aus unerfindlichen Gründen auf einmal wieder ein X draus oder schlimmer, es kommen zwei X dazu!"
"Der Code ist einfach viel zu lang geworden." Das war Gorg. "Über drei Milliarden Basenpaare. Möchte wissen, warum die es ausgerechnet alle auf dieses hässliche Ding abgesehen haben. Das ist unwartbar."
"Dinosaurier" murmelte Blorg.
"Was sagst Du da?" fragte Zorg.
"Das ist wie damals bei den Dinosauriern. 160 Millionen Kreisungen geht alles glatt und auf einmal fliegt uns der ganze Code um die Ohren. Und das letzte Backup war noch von den Einzellern."
"Hm, ich glaube Du hast recht.", Zorg rollte nachdenklich in der Luft. "Es wird wohl Zeit für ein komplettes Reengineering. Okay, ihr beiden versucht, die Löcher zu stopfen, so lange es noch geht. Ich kümmere mich um das Budget für ein neues Projekt. Vielleicht wird die dritte Version ja endlich mal ein Erfolg. Und jetzt an die Arbeit."
Zorg verschwand so plötzlich, wie er erschienen war.
Seufzend verbanden sich Blorg und Gorg wieder mit ihren Eingabeflächen. Vielleicht war ja noch was zu retten. Eine der Instanzen hatte kürzlich angefangen, seinen eigenen Code zu optimieren. Blorg schaute nach, ob die ID noch im Hauptspeicher war. Ja, Venter 1.1 hatte seine Versionsnummer selbsttätig heraufgesetzt. Interessant. Vielleicht konnte das ja das Ende noch ein wenig hinauszögern.
Er stieß sich mit zwei Armen von der Eingabefläche ab und begann ärgerlich blubbernd im Raum zu schweben.
"Ich kann auch nicht mehr", pflichtete ihm Gorg bei, "kaum hat man eine Stelle geflickt, fliegt der Code an einer anderen auseinander. Es ist hoffnungslos."
"Und dann diese 16 Milliarden Instanzen. Die Anzahl finde ich gar nicht so schlimm, aber dass ein paar davon gut laufen und der Rest nur so dahinkrepelt, dass macht mich fertig." Aus Blorgs Oberfläche stülpten sich noch mehr kleine Ärmchen, sodass er aussah, wie ein wütender Kugelfisch.
Gorg stieß sich jetzt auch in den Raum und beide schwebten neben einander her ohne Kontakt zur Eingabefläche. Es konnte nur Augenblicke dauern, bis dem Boss das auffiel. Und schon materialisierte er sich wabernd vor ihnen.
"Was ist los? Warum pflegt Ihr keinen Code?", grollte Zorg.
"Ach Chef, es ist hoffnungslos." jammerte Blorg. An dem Code ist einfach viel zu lange von viel zu vielen rumgebessert worden. Sie sollten sich den mal ansehen. Voller Graffiti. Jeder zweitklassige Retrovirenschreiber hat sich darin verewigt. Kaum hat man ein Y rein gemacht, wird aus unerfindlichen Gründen auf einmal wieder ein X draus oder schlimmer, es kommen zwei X dazu!"
"Der Code ist einfach viel zu lang geworden." Das war Gorg. "Über drei Milliarden Basenpaare. Möchte wissen, warum die es ausgerechnet alle auf dieses hässliche Ding abgesehen haben. Das ist unwartbar."
"Dinosaurier" murmelte Blorg.
"Was sagst Du da?" fragte Zorg.
"Das ist wie damals bei den Dinosauriern. 160 Millionen Kreisungen geht alles glatt und auf einmal fliegt uns der ganze Code um die Ohren. Und das letzte Backup war noch von den Einzellern."
"Hm, ich glaube Du hast recht.", Zorg rollte nachdenklich in der Luft. "Es wird wohl Zeit für ein komplettes Reengineering. Okay, ihr beiden versucht, die Löcher zu stopfen, so lange es noch geht. Ich kümmere mich um das Budget für ein neues Projekt. Vielleicht wird die dritte Version ja endlich mal ein Erfolg. Und jetzt an die Arbeit."
Zorg verschwand so plötzlich, wie er erschienen war.
Seufzend verbanden sich Blorg und Gorg wieder mit ihren Eingabeflächen. Vielleicht war ja noch was zu retten. Eine der Instanzen hatte kürzlich angefangen, seinen eigenen Code zu optimieren. Blorg schaute nach, ob die ID noch im Hauptspeicher war. Ja, Venter 1.1 hatte seine Versionsnummer selbsttätig heraufgesetzt. Interessant. Vielleicht konnte das ja das Ende noch ein wenig hinauszögern.
22.5.10
Kulturphänomen
Erst neulich dachte ich über ein kulturelles Phänomen nach. Ich habe beruflich öfter in Polen zu tun. Bekanntlich ist die polnische Sprache zu einem Zeitpunkt entstanden, als die Vokale schon weitgehend an die anderen Sprachen verteilt waren, sodass es jetzt polnische Worte gibt, die nur aus einem einzigen Konsonanten bestehen oder polnische Voramen, die in Konsonantenkombinationen nur so schwelgen (z. B. Krzysztof). Prinzipiell redet man sich in Polen auch leichter mit dem Vornamen an als in Deutschland, was letztendlich dazu zu führen scheint, dass sich Kollegen mit Namensverkürzungen anreden. Aus Dariusz wird Darek, aus Mariusz Marek, aus Krzysztof Krzychek aus Barbara Basia aus Agnieszka Neschi aus Malgorzata Gosia und so weiter. Lustig für mich, mit deutschem Kulturhintergrund, wird die Sache erst, wenn ich mir vorstelle, wie wir das in unserer Firma in Deutschland tun: "Guten Morgen Holgi. Hat Günni schon die Präsentation an Susi geschickt?" "Nein, Didi. Das wollte Babsi erst noch mit Wolle absprechen."
4.1.10
Fliegen spezial
In der letzten Zeit habe ich eine Menge zu kuriosen Kleinstflugzeugen gelesen und die gewonnenen Erkenntnisse möchte ich hier einmal zusammentragen. Fangen wir mal mit den älteren Fliegern an:
Hubschrauber
Der GEN-H4 ist bestimmt das Fluggerät, was einem persönlichen Helikopter am nächsten kommt. Für ca. 60.000,- $ ist er auch fast erschwinglich. Erfunden wurde er von Gennai Yanagisawa einem 75-jährigen Japaner, und in Japan braucht man angeblich keine Lizenz um das Ding zu fliegen (kann ich mir - ehrlich gesagt - nicht vorstellen).
Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug...?
Der Jetlev-Flyer ist irgendwas zwischen Raketenrucksack und Boot aber auf jeden Fall eines der skurrilsten Gefährte, die ich bisher gesehen habe. Ich denke vor Dubai cruisen da inzwischen eine Menge von rum (bei den Preisen).
Jets |
Propellerflugzeug |
Hubschrauber
Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug...?
7.12.09
Haptische Männer
Wenn es noch eines Beweises bedürfte, dass Männer haptische Wesen sind, so ist es dieser hier: Männer streicheln Autos!
Darauf gebracht hat mich natürlich die Beste Ehefrau von allen: "Hast Du schon mal eine Frau gesehen, die mit der Hand über das Armaturenbrett eines Autos streicht und Dinge sagt wie 'Tolle Verarbeitung'?"
Vor meinem geistigen Auge schätzte ich die Größe der Gesichtsschwellung ab, die ich davon tragen würde, wenn ich das bei der Besten Ehefrau versuchte.
Darauf gebracht hat mich natürlich die Beste Ehefrau von allen: "Hast Du schon mal eine Frau gesehen, die mit der Hand über das Armaturenbrett eines Autos streicht und Dinge sagt wie 'Tolle Verarbeitung'?"
Vor meinem geistigen Auge schätzte ich die Größe der Gesichtsschwellung ab, die ich davon tragen würde, wenn ich das bei der Besten Ehefrau versuchte.
Ich werde Standup Comedian
Celebrities kommt von "to celebrate", das sind also "Die Gefeierten" Menschen. Wenn der Rest der Welt die also erst fallen lassen hat, sind sie wieder frei, müssten also "Celibrities" heißen von "c'est libre" oder auf Deutsch ganz einfach "Die Gefeuerten" statt "Die Gefeierten".
In Hamburg sollte man immer nett zu den Typen sein, die einen Samstags aus der Gosse anquatschen. Es könnte ein Tagesschausprecher sein.
Tja, das war's wohl dann auch gleich wieder mit der Karriere. Ach nein, einen habe ich noch: Welch ungewollt brutalen Bedeutungswechsel erfährt der fast karitative "Hausservice" wenn er eines "s" verlustig geht (Zonk!).
In Hamburg sollte man immer nett zu den Typen sein, die einen Samstags aus der Gosse anquatschen. Es könnte ein Tagesschausprecher sein.
Tja, das war's wohl dann auch gleich wieder mit der Karriere. Ach nein, einen habe ich noch: Welch ungewollt brutalen Bedeutungswechsel erfährt der fast karitative "Hausservice" wenn er eines "s" verlustig geht (Zonk!).
Sachen gibt's...
Also manchmal frage ich mich wirklich wie wir Deutschen so auf andere wirken müssen, damit sowas wie Kinderkreis.tv dabei herauskommt.
Man achte besonders auf den Abspann: "Schauspiler Blume Snauzer", "Kostume: Warmduscher" Sowas können sich nur Amerikaner ausdenken. Die Tänzer sind aber echt einen Lacher wert, besonders der in Hellblau.
Man achte besonders auf den Abspann: "Schauspiler Blume Snauzer", "Kostume: Warmduscher" Sowas können sich nur Amerikaner ausdenken. Die Tänzer sind aber echt einen Lacher wert, besonders der in Hellblau.
25.9.09
Im Fadenkreuz
Da ich auch meinen Beitrag zur kritischen Diskussion der geplanten Internetzensur leisten wollte, habe ich noch am 24.09.2009, also kurz vor der Wahl eine Karikatur auf meine Homepage gestellt und deren Vorhandensein so gegen 23:45 Uhr auf Twitter kundgetan.
Dahinter stand auch eine gewisse Experimentierfreude meinerseits. Ich wollte einfach wissen, wie viele Menschen oder Maschinen um diese Uhrzeit noch auf den Link klicken würden. Also beobachtete ich das Access-Log meines Servers, und siehe da, die ersten Klicks tauchten schon nach Sekunden auf. Da waren dann ein paar News-Aggregatoren dabei und auch einige individuelle Klicks, die offenbar von Benutzern stammten. Der Hammer kam dann um 00:44 Uhr. Da enthielt der Referrer String die Zeichenkette "www.bka.de". Das hätte ich dann doch nicht gedacht, dass die Internet-Streife schon nach einer Stunde bei mir auf dem Server vorbeischaut. Und da sag noch einer, das wäre ein rechtsfreier Raum. Wahrscheinlich ist jetzt jeder Leser dieses Blogbeitrags auch potentiell verdächtig.
12.9.09
Es geht voran!
Wer hätte gedacht, dass der Fortschritt auch im Allerheiligsten der deutschen Spießigkeit, der Kathedrale des Kleinbürgertums, der Pagode der Piefkes, dem teutonischen Taj Mahal einmal Einzug halten würde?
Die Rede ist vom Baumarkt (ich gebe zu, ich gehe auch gerne dort hin). Und hier ist der Grund für mein Erstaunen: Der aktuelle Hornbach Katalog (September 2009), Bereich "Wohnwelten", Seite 36 37. In einer modern eingerichteten Altbauwohnung, die vor allem mit lose drapierten Decken über Tisch und Sessel auffällt steht ein offensichtlich gleichgeschlechtliches Pärchen in sichtlich stolz-zärtlicher Umarmung. Keine Ahnung, was die jetzt gleich mit den Kissen und Decken vor haben, aber das ist doch mal ein Schritt in die richtige Richtung! Auch Schwule können Spießer sein! Jetzt muss es weiter gehen auf dem Eroberungsfeldzug. Als Nächstes steht hoffentlich der Haushaltsgerätebereich des Otto-Katalogs auf dem Programm. Da warte ich jetzt natürlich auf den Konter des weiblich-gleichgeschlechtlichen Lagers. Zum Beispiel in Klempnerkleidung unter der Spüle liegend. Bisher sitzt da immer noch ein dreitagebärtiger Mittdreißiger auf dem Fußboden neben seiner Geschirrspülmaschine. Die war offensichtlich so teuer, dass er sich keinen Tisch und Stühle für sein Frühstück mehr leisten konnte. Aber er lächelt.

Die Rede ist vom Baumarkt (ich gebe zu, ich gehe auch gerne dort hin). Und hier ist der Grund für mein Erstaunen: Der aktuelle Hornbach Katalog (September 2009), Bereich "Wohnwelten", Seite 36 37. In einer modern eingerichteten Altbauwohnung, die vor allem mit lose drapierten Decken über Tisch und Sessel auffällt steht ein offensichtlich gleichgeschlechtliches Pärchen in sichtlich stolz-zärtlicher Umarmung. Keine Ahnung, was die jetzt gleich mit den Kissen und Decken vor haben, aber das ist doch mal ein Schritt in die richtige Richtung! Auch Schwule können Spießer sein! Jetzt muss es weiter gehen auf dem Eroberungsfeldzug. Als Nächstes steht hoffentlich der Haushaltsgerätebereich des Otto-Katalogs auf dem Programm. Da warte ich jetzt natürlich auf den Konter des weiblich-gleichgeschlechtlichen Lagers. Zum Beispiel in Klempnerkleidung unter der Spüle liegend. Bisher sitzt da immer noch ein dreitagebärtiger Mittdreißiger auf dem Fußboden neben seiner Geschirrspülmaschine. Die war offensichtlich so teuer, dass er sich keinen Tisch und Stühle für sein Frühstück mehr leisten konnte. Aber er lächelt.
7.9.09
Erlebnis am Strand
Meine Tochter (7) hat im Urlaub eine Geschichte geschrieben. Die kann ich einfach der Netzgemeinde nicht vorenthalten. Hier in Originalorthografie:

Das Meer rauscht Lotte sitzt am Strand und sammelt Muscheln. In einer gedrehten Muschel hört sie ein leises singen. Die Melodie ist zart und sooo schön. Lotte will am liebsten mit ihr einschlafen. Aber da plötzlich ist die Muschel weg. Nein, noch schlimmer der Eimer mit den Muscheln, er ist weg. Auf einmal Hört sie ein leises wispern. Aber als Lotte sich umdreht ist niman zu sen, nur endloses weites Meer. Hir unten an der brandung bin ich. Lotte Kukt zur brandung. Dort liegt ganz endspand eine Meer Jungfrau. wer bist du fragte Lotte. Die Meer Jungfrau sagte ich heise Delfinquelle. Du hast meine Muscheln oder. Nein leider nicht. Aber komm ich zeig dier wie ich schwimmen und tauchen kann. Lotte wiligte ein. Nach einer Stunde Schwamm die Meer Jungfrau hinaus aufs Meer hinaus. Lotte kukte ihr nach.
Also ich find's prima!

Das Meer rauscht Lotte sitzt am Strand und sammelt Muscheln. In einer gedrehten Muschel hört sie ein leises singen. Die Melodie ist zart und sooo schön. Lotte will am liebsten mit ihr einschlafen. Aber da plötzlich ist die Muschel weg. Nein, noch schlimmer der Eimer mit den Muscheln, er ist weg. Auf einmal Hört sie ein leises wispern. Aber als Lotte sich umdreht ist niman zu sen, nur endloses weites Meer. Hir unten an der brandung bin ich. Lotte Kukt zur brandung. Dort liegt ganz endspand eine Meer Jungfrau. wer bist du fragte Lotte. Die Meer Jungfrau sagte ich heise Delfinquelle. Du hast meine Muscheln oder. Nein leider nicht. Aber komm ich zeig dier wie ich schwimmen und tauchen kann. Lotte wiligte ein. Nach einer Stunde Schwamm die Meer Jungfrau hinaus aufs Meer hinaus. Lotte kukte ihr nach.
Also ich find's prima!
2.9.09
Sinnfrage des Monats
Gestern habe ich im Fernsehen eine "politische" Talkshow gesehen. Das übliche Stundenformat mit den üblichen Verdächtigen und die Moderatorin hieß auch sowas wie Sonbritt Maischwillner. Da saß nun aber auch die Vorsitzende des Arbeitslosenverbandes, Marion Drögsler, und hielt sich bewundernswert gegen das geballte In-die-brust-Werfen der versammelten Männerschaft. Sie saß neben Michel Friedman auf dem Sofa, wofür ich ihr noch mehr Bewunderung zollen muss, denn der feuert ja immer verbal aus allen Rohren. Was ich mich jetzt allerdings frage ist folgendes: Muss man als Vorsitzender des Arbeitslosenverbandes eigentlich selber auch arbeitslos sein? Kann man als Nichtarbeitsloser überhaupt glaubwürdig dieses Amt ausfüllen? Streng genommen würde man ja in diesem Fall mit der Wahl sofort die Grundlage dafür verlieren, denn also Vorsitzender hat man ja in jedem Fall was zu arbeiten. Ich vermute, das wird ein Rätsel bleiben. In der Satzung steht jedenfalls nicht, dass man arbeitslos sein muss und auch keine Bedingungen für den Vorsitzenden.
24.5.09
Wahlkampf
Am frühen Sonntag morgen erhielt meine latente Politikverdrossenheit wieder einmal frische Nahrung.
Neben den lokalen Scharmützeln um Umzüge diverser Kindergärten und Hortplätze, das im Moment die hiesigen Elternbeirätinnen (ich verwende die weibliche Form, weil in diesen Gremien das männliche Geschlecht traditionell unterbesetzt ist) in die Schützengräben treibt, hat sich beinahe unbemerkt das Standardwahlkampfmedium in unserer ländlichen Gegend an die Straßenränder geschlichen. Die Rede ist vom Plakatständer, der mit Bindedraht an diversen Laternenpfählen befestigt wird. Auf der Vorderseite ringt sich ein mühsam zurechtgeschminkter Parteivertreter ein gequältes Lächeln ab oder simuliert jugendliche Dynamik per über der Schulter getragenem Jackett. Auf der Rückseite zeigte sich heute für mich das wahre Gesicht des Wahlkampfes. Schonungslos und überdeutlich wurde hier klar gemacht: "Wir gehen bis zum Äußersten für den Wahlsieg" Wie ein blutiges Menetekel standen die drei Buchstaben auf die unschuldige Presspappe gemalt. Wer jetzt nicht zur Wahl geht, der hat sich die Konsequenzen selber zuzuschreiben.
Leider konnte ich eine unvorsichtige Bemerkung nicht unterdrücken, weswegen mein Kleiner (hier rechts im Bild) mich schon den ganzen Tag fragt, wo denn dieses Haus der lebenden Leichen eigentlich ist.
Neben den lokalen Scharmützeln um Umzüge diverser Kindergärten und Hortplätze, das im Moment die hiesigen Elternbeirätinnen (ich verwende die weibliche Form, weil in diesen Gremien das männliche Geschlecht traditionell unterbesetzt ist) in die Schützengräben treibt, hat sich beinahe unbemerkt das Standardwahlkampfmedium in unserer ländlichen Gegend an die Straßenränder geschlichen. Die Rede ist vom Plakatständer, der mit Bindedraht an diversen Laternenpfählen befestigt wird. Auf der Vorderseite ringt sich ein mühsam zurechtgeschminkter Parteivertreter ein gequältes Lächeln ab oder simuliert jugendliche Dynamik per über der Schulter getragenem Jackett. Auf der Rückseite zeigte sich heute für mich das wahre Gesicht des Wahlkampfes. Schonungslos und überdeutlich wurde hier klar gemacht: "Wir gehen bis zum Äußersten für den Wahlsieg" Wie ein blutiges Menetekel standen die drei Buchstaben auf die unschuldige Presspappe gemalt. Wer jetzt nicht zur Wahl geht, der hat sich die Konsequenzen selber zuzuschreiben.Leider konnte ich eine unvorsichtige Bemerkung nicht unterdrücken, weswegen mein Kleiner (hier rechts im Bild) mich schon den ganzen Tag fragt, wo denn dieses Haus der lebenden Leichen eigentlich ist.
20.4.09
Maiwitz
Neulich schaue ich mich so in unserem Großraumbüro um und da finde ich doch einen Zauberhut, den da jemand so einfach offen liegen gelassen hat.
Die Aufschrift auf dem anhängenden Zettel besagt: "Setze diesen Hut auf, gehe ins 4. OG und Du wirst unsichtbar sein". Im 4. OG sitzt bei uns die Geschäftsführung. Ich also nix wie den Hut aufgesetzt und ab in den Fahrstuhl. Da hat das aber noch nicht so gut gewirkt, denn alle haben mich ganz komisch angesehen. Macht ja nix, habe ich gedacht, das geht ja auch erst im 4. OG. Dort angekommen bin ich gleich zu unserem Boss rein und wollte gerade so Schabernack treiben (ich war ja unsichtbar). Aber der hat mich direkt wieder rausgeworfen. Über den Hut hat er gar nichts gesagt.So'n Mist, der Hut funktioniert also gar nicht richtig. Ich glaube aber, dass nur der Hut selber unsichtbar war, und nicht der Träger, also ich. Das kann eigentlich nur daran gelegen haben, dass ich im falschen 4. OG war. Ich probier' jetzt mal alle Häuser in der Gegend aus. In irgend einem muss es ja klappen. Und dann stelle ich mich da ins Treppenhaus und erschrecke die Leute. Hoffentlich wohnt dann auch jemand in dem Stockwerk...
Die Aufschrift auf dem anhängenden Zettel besagt: "Setze diesen Hut auf, gehe ins 4. OG und Du wirst unsichtbar sein". Im 4. OG sitzt bei uns die Geschäftsführung. Ich also nix wie den Hut aufgesetzt und ab in den Fahrstuhl. Da hat das aber noch nicht so gut gewirkt, denn alle haben mich ganz komisch angesehen. Macht ja nix, habe ich gedacht, das geht ja auch erst im 4. OG. Dort angekommen bin ich gleich zu unserem Boss rein und wollte gerade so Schabernack treiben (ich war ja unsichtbar). Aber der hat mich direkt wieder rausgeworfen. Über den Hut hat er gar nichts gesagt.So'n Mist, der Hut funktioniert also gar nicht richtig. Ich glaube aber, dass nur der Hut selber unsichtbar war, und nicht der Träger, also ich. Das kann eigentlich nur daran gelegen haben, dass ich im falschen 4. OG war. Ich probier' jetzt mal alle Häuser in der Gegend aus. In irgend einem muss es ja klappen. Und dann stelle ich mich da ins Treppenhaus und erschrecke die Leute. Hoffentlich wohnt dann auch jemand in dem Stockwerk...
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